Plattenkritik

Mystic Circle - The Bloody Path Of God

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 31.03.2006

Mystic Circle - The Bloody Path Of God

 

Mystic Circle sind eine meiner ersten Live-Begegnungen mit extremem Metal. Und ich gebe zu: Sonderlich eingeprägt hat sich da eigentlich nichts. So halte ich mit "The Bloody Path Of God" auch das erste Mystic Circle-Album in meinen Griffeln, und bin doch sehr überrascht, dass nicht das eintritt, was ich in Erinnerung hatte. Eigentlich hatte ich nämlich eine groteske Trümmerorgie erwartet, angesiedelt zwischen harschem Death, treibendem Trash und ein paar Anleihen norwegischer Schwarzmusik. Doch halt: Genau hier ist "The Bloody Path Of God" auch platziert. Wie nun, werdet ihr denken. Die Mischung ist durchaus die oben genannte, aber deutlich moderater als erwartet. Positiv oder negativ zu bewerten? Das bleibt natürlich jedem überlassen, ich bin jedenfalls begeistert.

Tracks wie der Titeltrack (gleich nach dem ein wenig schwülstigen Synthie-Intro) oder Riders Of The Apocalypse sind brutal wie melodisch zugleich, treibend, drückend, und sogar ausgestattet mit dezenten, umso wirksameren Keys. Nun wird mir sehr wohl klar, warum Mystic Circle mit zu den Veteranen der deutschen Black/Death-Fraktion gehören. Die Tracks sind abwechslungsreich, okay teilweise ein wenig zu eintönig und vorhersehbar, aber dennoch greifbar. Somit auch tauglich für den Genuß nebenher. Schweden und die USA stehen Pate für die Gitarren, Norwegen für die Prise schwarzes Geknarze und deiblische Atmosphäre, und Mystic Circle geben den deutschen Schuss Eigenständigkeit. Prima Album!



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Moritz

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