Plattenkritik

Nachtmystium - Silencing Machine

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Release Date: 27.07.2012
Datum Review: 29.07.2012

Nachtmystium - Silencing Machine

 

„I Am The Silencing Machine And I Control You“ - Dieses Zitat aus NINE INCH NAILS „Mr. Self Destruct“ bildet das Fundament und den Titel zu NACHTMYSTIUMs neustem Album. Zwei Jahre sind vergangen, seit NACHTMYSTIUM mit „Addicts“ ihren „Black Meddle“-Doppelschlag abgeschlossen haben. Wo „Assassins“ und „Addicts“ eher experimenteller ausgefallen waren und viele der alteingesessenen Fans verschreckten, wollten die Amerikaner nun mit „Silencing Machine“ an das rohere und direktere „Instict: Decay“ anschließen.

Doch ganz so ist es natürlich nicht. „Silencing Machine“ legt zwar weniger Wert auf Experimente, setzt aber weiterhin auf den atmosphärischen Ansatz von „Addicts“. Dabei verfeinern NACHTMYSTIUM ihr Konzept und setzen noch mehr auf Abwechslung. Dabei kommt es in „Borrowed Hope And Broken Dreams“ und „I Wait In Hell“ zu etwas psychedelischen Momenten, die auch gut ihren Platz auf den letzten beiden Veröffentlichungen gefunden hätten. Selbst für epische Stücke wie „These Rooms In Which We Weep“, die mit weiten Harmonie-Bögen überzeugen können, haben die Chicagoer auf ihrem sechsten Album einen Platz geschaffen. Das sie aber auch weiterhin ganz anders können, zeigen sie in „Decimation, Annihilation“, „I Control You“ oder „Reduced To Ashes“. Finster und in Raserei spielen sich NACHTMYSTIUM durch diese Songs, nehmen keine Gefangenen und streuen nur ab und an etwas Melodie ein.

Trotz all seiner Bosheit ist „Silencing Machine“ aber eines nicht - Ein reines Black Metal Album. Blake Judd und seine Bande schaffen den Spagat zwischen sperriger Eingängigkeit und melodiöser Härte. Es braucht zwar einige Durchläufe um mit „Silcening Machine“ warm zu werden, danach eröffnet sich aber ein spannender Klangkosmos, der den Hörer vereinnahmt. „Silencing Machine“ ist nach dem „Black Meddle“-Double der konsequente nächste Schritt. NACHTMYSTIUM machen sich auf zu neuen Ufern, ohne dabei die Vergangenheit aus den Augen zu lassen.

Tracklist:

01. Dawn Over The Ruins Of Jerusalem
02. Silencing Machine
03. And I Control You
04. The Lepers Of Destitution
05. Borrowed Hope And Broken Dreams
06. I Wait In Hell
07. Decimation, Annihilation
08. Reduced To Ashes
09. Give Me The Grave
10. These Rooms In Which We Weep

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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