Plattenkritik

Nathaniel Rateliff - In Memory Of Loss

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Release Date: 28.01.2011
Datum Review: 13.02.2011

Nathaniel Rateliff - In Memory Of Loss

 

Wieder ein gebrochener, bärtiger Mann, der traurige Lieder über Einst singt und die Eine vermisst. So weit, so bekannt. Aber „In Memory Of Loss“ sticht ein wenig heraus. Nicht, dass NATHANIEL RATELIFF alles Dagewesene in den Schatten stellt, aber die Art zu texten und sich auszudrücken ist schon ein gekonntes Stück Liedschreiberei. Das will gelernt werden und wurde gut gelernt. “I’m looking more like my mother / I was so staggering waiting for you / I was so sure on my barely bending knees and nobody cared for more / It does no good to talk about anything / It does no good to tell you I’m a wounded fiend / It’s not the things we discovered / It’s in the way we try to cover with ground / I’m not a flat-fingered dullard / I was so sure and never right.

Das hier zitierte “Shroud” ist so ein Song, der einem direkt im Ohr hängen bleibt weil er einfach so allbekannt ist. Jeder kennt ja das beschriebene und wenn jene Erfahrung musikalisch so hübsch unterlegt wird, dann ist man eben hin und weg. So geht es einem auf dem 16-Song starken Album aber leider nicht mit allem. Vieles klingt so verstaubt, insgesamt klingt die Platte sogar arg überladen. Viel gewollt, nur die Hälfte brillant geschafft und deshalb leider doch nur so eine schöne, dennoch teilweise langweilige Platte veröffentlicht. Vor allem ist das eines: Schade. Denn NATHANIEL RATELIFF hat in erster Linie so richtig viel Talent.

Tracklist:

1. Once In A Great While
2. Early Spring Till
3. We Never Win
4. Brakeman
5. Longing And Losing
6. Oil & Lavender
7. Shroud
8. You SHould’ve Seen The Other Guy
9. Whimper And Wail
10. Boil & Fight
11. When We Could
12. A Lamb On The Stone
13. When You’re Here
14. Happy Just To Be
15. You Make All The Noise
16. Pounds And Pounds

Alte Kommentare

von Batzen 13.02.2011 12:49

Was bringen eigentlich Songzitate? Ich meine, man weiss ja jetzt z.B. nicht woran du genau an dieser Textstelle festmachst, dass die Liedschreiberei "gut gelernt" wurde. Was macht diese Textstelle jetzt so toll? Das muss der Leser dann selbst analysieren oder wie? Mit jedem Recht könnte ebenso ein Reviewschreiber das höchst gehaltvolle "Up and Down" der Vengaboys als "gut gelernte Liedschreiberei" bezeichnen. Solange nicht gesagt wird _warum_, ist doch das Zitate in den Raum schmeissen von jeglicher Objektivität, von der man in Reviews ja zumindest einen Funken erwarten kann, weit entfernt oder nicht? Bitte nicht als Angriff aufnehmen, nur etwas was mir schon seit einiger Zeit durch den Kopf geht.

von hmpf 13.02.2011 14:07

öde

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Raphael

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