Plattenkritik

Necro - Death Rap

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Release Date: 01.01.2007
Datum Review: 26.09.2007

Necro - Death Rap

 

Seien wir doch mal ehrlich: es gibt Trends, da sind wir froh, dass sie sich selbst überlebt haben. Exemplarisch seien hier Oberlippenbärte (und nein, Jesse "The Devil" Hughes hat die Dinger auch nicht wieder salonfähig gemacht), Buffalos und mit Socken ausgestopfte Sneaker genannt. Im musikalischen Bereich zählt mit Sicherheit ein bestimmtes Genre dazu: der Crossover. Meint hier: die relativ einfallslose Fusion von Metal und / oder Rock mit Hip Hop Elementen, vorwiegend in den Neunzigern zu hören.

NECRO, der Mann mit den geschmackssichersten Plattencover- und T-Shirt-Designs seit Cannibal Corpse versucht sich (zumindest partiell) unter dem Deckmantel der Etablierung eines Genres namens "Death Rap" an einer Reanimation.
Im Anschluss an sein Werk "The Pre-Fix For Death", auf welchem er bereits mit hohen Hausnummern der Metalszene kollaborierte, hat er sich hierfür eine wahre Armee renommierter Musiker aus der hartmusizierenden Parallelwelt rekrutiert (siehe Tracklist). Eigentlich schade, denn auf den reinen Hip Hop-Tracks glänzt NECRO wie eh und je auf minimalistischen, mit reichlich düsteren Piano- und Streicherloops versehen Instrumentals. So stellen beispielsweise 'Keep On Driving' oder 'Portrait Of A Death Rapper' veritable Hits dar, welche vor allem Fans älterer Jedi Mind Tricks-Produktionen gut runter gehen sollten. Am überzeugendsten ist der "Porn and Gore"-Rapper halt immer noch, wenn er seine überzogenen Sex- und Gewalt-Phantasien über pechschwarze Beats referiert und die mitunter recht altbacken wirkenden Stromgitarren in der Mottenkiste vergangener musikalischer Trends lässt. Die Crossover-Heydays sind schließlich und glücklicherweise seit vielen Jahren passé und ein alter Hut wird auch nicht dadurch zeitgemäßer, dass ihm das wohlklingende Label "Death Rap" verpasst wird. Trotz teilweise gelungener Stücke somit leider nur:

Tracklist:

1. Creepy Crawl
2. No Remorse
3. Some Get Back (Revenge)
4. Belligerent Gangsters feat. Harley Flanagan (Cro-Mags)
5. Suffocated To Death By God´s Shadow feat. Brian Fair (Shadows Fall)
6. Mutilate The Beat
7. Keep On Driving
8. Technician Of Execution
9. Keeping It Real feat. Adam Jackson (Twelve Tribes)
10. Exploitation feat. Mr. Hyde
11. As Deadly As Can Be feat. ILL Bill
12. Evil Rules feat. Scott Ian (Anthrax), Dave Ellefson & Ray Alder
13. Forensic Pathology
14. Portrait Of A Death Rapper

Alte Kommentare

von Jörg 26.09.2007 23:46

Die "Sexorcist" von dem ist auf jeden Fall der Hammer.

von Ollo 27.09.2007 16:01

du hast vergessen, dass song nummer 5 vom suffovcation drummer gespielt wird und ein gitarrensolo von einem der lamb of god gitarristen enthält.

von René 27.09.2007 16:09

Stimmt! Es sind noch folgende Leute dabei: Mark Morton (Lamb Of God), Mike Smith (Suffocation) & Steve DiGiorgio (Death / Sadus). Daher auch der Titel. Ist wohl während der Formatierung verloren gegangen. Sorry.

von 657 27.09.2007 16:11

tönt interessant.. ich glaube ich gebe dem album mal ne chance.

von ian [ttr] 27.09.2007 21:41

ist ganz cool. kenne nur ein paar songs aber die find ich ganz gut. werd mir das album mal anhören. kann denn noch "halos for hookers" empfehlen. die machen hip hop mit hardcore-shouts und breakdowns gibts auch. sehr interessant find ich.

von @ Ian 12.10.2007 18:03

Hab das neue zwar noch nich' gehört, rate dir aber bei einem Einstieg mit Necro trotzdem zum "pre-fix for death" mit Jamie Jesta u.A. ;)

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René

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