Plattenkritik

Nevermore - Enemies Of Reality

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Release Date: 01.01.1970

Nevermore - Enemies Of Reality

 

Technisch. Das war der erste Gedanke, den ich nach dem ersten Drumbreak hatte – und das sollte sich auch für den Rest der Platte nicht ändern. Wahnsinnsdrumming, Technik pur und wirklich absolut outstanding – und für die Gitarren gilt auch genau das Gleiche, Jeff Loomis ist und bleibt ein absoluter Hammergitarrist, sowohl rhythmustechnisch als vor allem auch als Lead- und Sologitarrist. Und die Stimme von Warrel Dane ist auch immer noch Geschmackssache – und meinen trifft sie leider immer noch nicht.

Musikalisch bin ich mir bei Nevermore nach wie vor nicht sicher, in welche Schublade ich sie jetzt stecken sollte, da auf der Platte eine sehr gute Mischung vorhanden ist – von knallharten Trashsongs wie „Seed Awakening“ über hymnenhafte Powermetalschinken wie „Enemies Of Reality“ oder „Ambivalent“ bis hin zu ner klassischen Heavy Ballade „Tomorrow Turned Into Yesterday“ haben die Burschen alles auf die Platte gepackt und dabei keine musikalischen Ausfälle produziert.

Das Artwork ist metaltypisch gehalten, sehr professionell alles – aber trifft nicht wirklich so meinen Geschmack. Produziert wurde das Ganze von Kelly Gray, der eher für seine Hardrockpruktionen für Dokken oder Queensryche bekannt ist – dies tut dem Sound aber keinen Abbruch, da Herr Gray den Jungs von Nevermore einen druckvollen und dabei trotzdem glasklaren Sound besorgt hat, der einerseits wahnsinnig power hat und andererseits aber jede Nuance hören lässt.

Für den musikalischen Output würde ich glatt 8 Punkte vergeben, aber die Stimme zieht das Ganze bei mir leider runter auf 6 Punkte. Für jeden Metalfan, der mit typischen Powermetalstimmen klarkommt dürfte das Album aber auf jeden Fall ein anchecken wert sein.

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xTomx

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