Plattenkritik

Ninefold - Superstar

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 10.08.2006

Ninefold - Superstar

 

Hui, hier wird’s schwierig für mich, da ich mehr oder weniger musikalisches Neuland betrete. NINEFOLD machen ganz sanften Synthie-Pop-Rock. Sehr gitarrenlastige Songs, die durch anspruchsvolles Arrangement Hörvergnügen bereiten und mit klassichem Rock, Prog, aber auch Swing und Exotischem als scheinbare Einflüsse, die Stücke mal einen „Schwebe-Touch“ mitgeben, aber auch einen rotzigen, treibenden Einfluss ausüben. Der Gesang ist mal sanft, beinahe gehaucht, dann wieder fast geschrieen und ist ein gut gelungenes Bindeglied zwischen Text, der mehrfach interpretierbar, aber kritisch zu sein scheint. Hier und da werden Percussions als kurzes Zwischenspiel genutzt, was dem ganzen wiederum einen recht weltoffenen Sound gibt. Sie erinnern stark an MUSE und TOOL und die Keyboards erinnern mich in „Toasted“ an THE DOORS.

Die haben ja bekanntlich mit Drogen experimentiert, um „ausgereiftere“ Musik zu schreiben, aber NINEFOLD sind wie eine dieser Drogen. Zumindest stelle ich mir die Wirkung solcher Mittelchen vor. Britpop und Blues sind als mögliche Einflüsse vielleicht noch zu nennen. NINEFOLD muss man genießen und in Stimmung für ihre Kunst sein. Die Augen schließen und sich einfach fallen, bzw. treiben lassen und dann spricht die Musik durchaus für sich. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, da man diesem Album wirklich seine ganze Aufmerksamkeit widmen muss, da es oberflächlich sonst schwer zu greifen ist. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass dieses Album mehrer Soundtracks zu verschieden kategorisierten Filmen geben könnte. Man nehme diesbezüglich „The Dwarve´s Tie“. Ein zweiminütiges Instrumental, das es in sich hat, was die sanften (authogenen) Klänge angeht. „Empty Coke Can“ geht da schon wieder recht rockig zu Werke. Sehr gute Songs, die prima arrangiert sind, die im Gesamtkontext ein starkes Album bilden, dass beim Hören 100% Prozent Aufmerksamkeit verlangt oder aber zumindest keinerlei Ablenkung verdient, da man sonst eine Menge verpasst. Oh, gerade hatte ich das Gefühl auch eine Stelle erwischt zu haben, die mich an DEFTONES erinnert. Sehr abwechslungsreich und ansprechend, nach einem zweiten Hörgang. Ist meiner Einschätzung nach aber eher ein Zuhöralbum, als ein „Abgeh“-Scheibchen.

Tracklist

1. Xray Camera
2. Goodbye Konig
3. Toasted
4. The Dwarve´s Tie
5. Empty Coke Can
6. Opium Cocktail
7. Space Nipples
8. Love Coupon
9. Empty Box
10. Eldorado (Legend Of The Golden Ninja)
11. Rock B

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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