Plattenkritik

No Heaven Awaits Us - Irony Of Pure Hatred

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Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 16.03.2007

No Heaven Awaits Us - Irony Of Pure Hatred

 

Polen bringt den Beatdown in den Osten. Ja, so könnte man das erst mal auf das erste Hören sehen. Und auch in der kleinen Info zum super schicken Digipack mit großartigem Artwork, das auf den ersten Blick kein bisschen wie schnöder Beatdown anmutet mit dem ganzen Prollogehabe der deutschen Szene, wie man sie vor allem aus dem Ruhrpott kennt, oder von den amerikanischen Vorbildern. Dennoch steht da: Für Fans von Shattered Realm oder Bulldoze. Das ruft bei mir Stirn runzeln hervor, denn so sieht das ganze Paket von außen gar nicht aus. Auch die Bandbeschreibung „Hardcoremetal“ lässt auf den ersten Blick eine Metalcore-Kapelle vermuten.

NO HEAVEN AWAITS US haben auch seit ihrem Entstehen im Jahre 2000 mit namhaften Bands wie Shattered Realm, Knuckledust, Faust Again, Schizma, 25 ta life, Black Friday 29, Born From Pain, Most Precious Blood, Caliban, Bridge To Solace, Fall Of A Reason, Endstand oder Deadlock schon die Bretter geteilt und “Irony Of Pure Hatred” ist bereits ihr zweites Album – obwohl 7 Songs für ein Album doch recht wenig ist. Nun, bereits nach dem zweiten Song ist mir klar: Bollo pur. Die Songstrukturen sind simpel, bestehen meist immer aus den gleich strukturierten A, B und C-Parts mit schleppender Strophe, einem schnelleren Refrain und dem typischen Downbeat-Part. Das ganze kombiniert mit einfachen Gitarrenriffs, immer demselben rauen Geshoute, Gegrowle und einen Group-Shouts, das lässt das Ganze schon sehr monoton wirken. Die mittelmäßige Aufnahmequalität, die nicht gerade viel Sound-Druck aufbaut passt auch wunderbar in die Reihe von Bands wie Shattered Realm, Knuckledust oder 6ft Ditch. Tonal lassen die Gitarren ab und an einige gute Ideen durchblicken, aber vairabel und einfallsreich ist schon anders. Das einzige, was die Polen von dem typischen Beatdown-Stumpfsinn etwas unterscheidet ist die Message ihrer Songs, die schon etwas mehr an soziale Missstände appellieren, als es andere Bands, die weniger auf textliche Inhalte Wert legen, tun. Ich bin ein wenig enttäuscht, denn wie gesagt: das äußere Erscheinen der CD und eine andere Band von Lifeline Records, die ich letztens reviewte, ließen doch auf mehr hoffen. Von mir gibt es für diese mäßige Musik auch nur mäßige 5 Punkte.

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von en 30.03.2007 19:21

anyád

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