Plattenkritik

No One Is Safe - Strike First – Strike Hard

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Release Date: 22.02.2012
Datum Review: 14.07.2012

No One Is Safe - Strike First – Strike Hard

 

Zugegeben, Finnland ist auf der Landkarte des europäischen Hardcore nicht gerade dick markiert. Fünf Finnen wollen jedoch mit ihrem Debüt dafür sorgen, dass dieser Fleck in Zukunft nicht mehr so leicht übersehen wird. Dabei handelt es sich um NO ONE IS SAFE deren „Strike First – Strike Hard“ bereits im Februar auf dem Finnischen Label POOLSIDE Records als Vinyl-LP inklusiver CD erschienen ist.

Bereits 2004 von ehemaligen Mitgliedern von FIELD OF HATE und WORTH THE PAIN aus dem Boden gestampft, lassen nicht nur Bandname und Albumtitel unschwer erkennen, dass beim Hardcore von NO ONE IS SAFE nicht gerade zimperlich agiert wird. Sicherlich nicht sonderlich innovativ, aber dafür umso aggressiver. Auf den elf Tracks machen die Finnen absolut keinen Hehl daraus, dass es ihr auserwähltes Ziel ist, mit möglichst wenig Mitteln ihre Gegenüber zu zertrümmern. Ihre sehr metallische New York Variante tritt ab Sekunde null unvermittelt in die Visagen der pitfesten Kung Fu Meute. Was ihr Groove nicht zu Boden reisst, stampfen spätestens ihre schweren Mosher in die Fliesenfugen. Besonders das Gesangsduo Juko und Timo versprühen dabei so viel Testosteron, dass sie im Tag Team Duell die Buben von TRC locker aus ihren Pullundern prügeln würden. Und mit Nummern wie „Dead In A Second“ oder „Resist Forever“, bei dem man sich Verstärkung von anderen finnischen Szenehelden holte, hat man auch mitunter ordentliches Futter zu bieten.
Alles druckvoll produziert und immer an einem sehr hohen Power-Limit orientiert macht das Album durchaus Laune, wenn man keinen großartigen Wert auf Innovation und Abwechslung legt. Auch textlich darf man natürlich nichts Neues erwarten, da die Herren zum wiederholten Male die üblichen Crew- und „alles ist noch härter als es jemals war“-Themen durchkauen.
Wer aber nach einer metallischeren Variante von TERROR sucht und wem TRC nicht mehr derb genug sind, sollte NO ONE IS SAFE mal antesten.


Trackliste:
1. Intro / Luulot Pois
2. Dead in a Second
3. Family First
4. Die Hard
5. Hated for the Truth
6. Loyalty Takes Its Toll
7. Strike First – Strike Hard (feat. Sakke Bleeding Heart)
8. Prevail (feat. AJ Worth The Pain)
9. Respect
10. Resist Forever (feat. Eme, Ville Breamgod, Matti Cutdown, Abu Hammertime)
11. No One Is Safe

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Mulder

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