Plattenkritik

Nodes Of Ranvier - Defined By Struggle

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Release Date: 27.07.2007
Datum Review: 26.07.2007

Nodes Of Ranvier - Defined By Struggle

 

 

Der letzte Output von NODES OF RANVIER liegt mit dem letzten Album „The Years To Come“ schon etwas zurück. Damals noch bei Facedown Records zu Hause unterschrieb die Band Anfang 2007 einen Deal bei Victory Records und als Einstand bringen die Jungs aus South Dakota ihr neues Werk „Defined By Struggle“ mit.

Wie auch schon der Vorgänger bietet der Sound eine Mischung aus härterem Metal und typischen Hardcore-Einlagen. Das Intro „Sermon“ eröffnet den Longplayer und geht ohne große Umschweife direkt drauf los. Gefolgt von „Valjean“ wird dann das Tempo durch die Uptempo-Beats weiter angehoben, wird aber im weiteren Verlauf durch ein paar Breaks wieder ein wenig verringert, was der Härte und Aggressivität in den Songs aber keinen Abbruch tut. Nackenbrechende Riffs sind nämlich weiterhin die Basis, jedoch geizt man auch nicht mit melodienvoller Arbeit an den Gitarren. Doch ein klassisches Metalcore Werk ist es damit noch lange nicht, ist doch ein gewisser Anteil an HATEBREED-Hardcore in den Songs zu hören.

Der Gesang wechselt dabei zwischen genretypischen Hardcoreshouts und cleanen Gesangsparts. Stellenweise garniert Sänger Kyle Benecke die Songs mit ein paar Grunzvocals. Generell kann man sagen, dass der Gesang durchaus einen erwähnenswerten Old-School Hardcoreanteil beinhaltet, wenn man die cleanen Parts mal außer Acht lässt. Eigentlich ist dies auch kein größeres Problem, denn die cleanen Parts finden eher selten Anwendung. Songs wie „Endless Faith“ oder „Wrathbearer“ gehen schnurstracks ohne große Schnörkeleien nach vorne und zimmern dem Hörer einen Blast-Beat nach dem anderen nur so um die Ohren. Der Sound klingt schön bissig und die Produktion ein wenig dreckig, die sich so von den hypersauberen Tue Madsen, Jacob Hansen- und Co. Produktionen der letzten Zeit ein wenig distanziert.

Würde man das neue Werk von NODES OF RANVIER in die Metalcore-Schublade stecken, dann würde man der Band unrecht tun. Es ist zwar ein erheblicher Anteil in den Songs auszumachen, aber durch die Metal-, Old-School Hardcore- und dezente Punk Rock-Einflüsse weiß man doch geschickt ein paar abwechslungsreiche Elemente in die Songs einzuarbeiten und entfernt sich dann doch ein wenig vom reinen Metalcore. Das Ergebnis klingt solide hat aber ein paar viele Durchgänge gebraucht, eh es dann gezündet hat. Ich bin zwar weiterhin nicht komplett vom Album überzeugt, aber vielleicht kommt das ja noch. Potential hat das Album auf jeden Fall, wenn auch nur für zwischendurch.

Anspieltipps: Endless Faith, Wrathbearer, Defined By Struggle

Tracklist:
01. Sermon - 1:22
02. Valjean - 2:31
03. Endless Faith - 3:27
04. Purpose In Pain - 3:28
05. Wrathbearer - 3:50
06. Defined By Struggle - 3:37
07. Archegos - 3:31
08. Sergeant Sorrow - 4:09
09. Nagheenanajar - 3:58
10. Confront - 3:28
11. Infidelity - 2:47

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Christoph

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