Plattenkritik

Omnium Gatherum - Beyond

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Release Date: 22.02.2013
Datum Review: 26.02.2013

Omnium Gatherum - Beyond

 

Dass, Melodischer Death Metal von seinen Melodien lebt, haben die Finnen von OMNIUM GATHERUM längst begriffen. Um aber in den unüberschaubaren Tiefen des Genres zu überleben, braucht es an nötiger Wiedererkennung. Ein Merkmal, welches den Skandinaviern auch auf ihrem sechsten Album fehlt. Das macht „Beyond“ sicherlich nicht schlechter, aber weitaus beliebiger.

Seit 1996 umgeben sich OMNIUM GATHERUM mit der Vielfalt des melodischen Death Metal. Besonders ihr 2007er Werk „The Redshift“ hallt noch heute positiv in den Ohren vieler Genrefans. Zwar revolutionierte dieses Album auch damals nicht die gefestigten Strukturen des Melo Death, aber die gekonnt angewandte Mischung aus schnellem Skandinavien Tod der Marke AT THE GATES und symphonischen Elementen wusste zu packen.
Auch „Beyond“ mangelt es zu keiner Zeit an großen Melodien und fesselnder Tiefe. Egal ob man sich der Göteborger Schule von DARK TRANQUILLITY oder eher progressiven, symphonischen Vertretern wie EVERGREY zugehörig fühlt, die Vielfalt der zehn Songs gehört, auch dank ihrer technischen Inszenierung, zur oberen Liga der Szene. Nicht zuletzt erinnern OMNIUM GATHERUM aufgrund der ähnlich tiefen, gutturalem Stimme von Jukka Pelkonen in ihren keyboardlastigen Momenten an alte SCAR SYMMETRY. Besonders im ausgeglichenem Ausspielen ihrer metallisch, schwedischen Härte und dem symphonischen und Atmosphäre spendenden Gegenpart zeigt sich die Erfahrung im Songwriting der Finnen. Mit Songs wie „In The Rim“ oder „The Sonic Sign“ spielt man mit der Größen auf Augenhöhen und weiß, wie man sich in den Ohren der Hörer einzunisten hat. Auch an den Reglern hat man genug Feingefühl und Wissen bewiesen und „Beyond“ in das perfekt Licht transportiert.
Im Grunde bietet dieses Album alles, was das Genre ausmacht. Aber leider auch nicht mehr. Es ebnet dank einem ausbalanciertem Songwriting einen direkten Zugang und unterhält auf höchsten Niveau, aber es überrascht eben nicht. Sicherlich stecken in „Beyond“ viel zu viele Details, um es als kurzlebig zu bezeichnen, aber in der Summe gesehen fehlt OMNIUM GATHERUM auch auf ihrem sechsten Album der letzte Schritt, um aus der Masse heraus zu treten.

Trackliste:
01. LuoTo
02. The New Dynamic
03. In The Rim
04. Nightwalkers
05. Formidable
06. The Sonic Sign
07. Who Could Say
08. The Unknowing
09. Living In Me
10. White Palace

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Mulder

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