Plattenkritik

Opeth - Ghost Reveries

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 27.08.2005

Opeth - Ghost Reveries

 

Über 15 Jahre haben OPETH ihre eigene Definition von Death Metal gehegt, gepflegt und ohne jedwelche Genrebeschränkungen zu berücksichtigen ausgebaut. Mit "Ghost Reveries" kommt nun das achte Studioalbum der schwedischen Combo um Mastermind Mikael Akerfeldt in die Läden, die konsequent und brillant zugleich ihren epischen Pfad fortsetzen.

Generell bedeutet "Ghost Reveries" die Vereinigung der beiden Gesichter von OPETH, deren äußerst düster und dann wieder sanfte Seite, die man mit "Damnation" bzw. "Deliverance" erleben konnte, verschmolzen und zeitgleich um einen deutlichen Prog-Touch erweitert wurden. Natürlich bleibt das Album ein klares OPETH Werk und jeder Fan wird das zweifelsohne mit den ersten Klängen des Openers, "Ghost of Perdition", erkennen. Sind die Übergänge von sanften Melodien zu den Todesattacken beim besagten Opener noch etwas harsch für OPETH Verhältnisse, perfektionieren Akerfeldt und seine Mannen, die diesmal tatkräftiger am Songwritingprozess beteiligt wurden, jene Übergänge im weiteren Verlauf des Albums bis ins kleinste Detail. Generell erweisen sich die OPETH Songs, die teilweise nichtmal vor einer 10 Minuten Grenze zurückschrecken, als unglaublich kompositorisch aufeinander Abgestimmt, dass die eingebrachten Elemente von Gothic, Prog Rock, Folk, Psychadelic und den 70ern fast Musical-artig erklingen. Eine besondere Rolle spielt Keyboarder Per Wiberg, der mit den richtigen, spookig angehauchten Tönen, die Klangwelten von "Ghost Reveries" nochmals erweitert. Zuhörer sollten das Album als eine ganze Einheit betrachten, die mit düsteren, dunkelen und harten Tönen beginnt zur Mitte hin deutlich melodischer und harmonischer wird, bevor mit "Reverie/Harlequin Forest" die brutale Härte erneut Einzug ewrhält. Abgeschlossen wird das Gesamtwerk mit einem kurzen Akustikstück. Zum ersten Mal hat auch Akerfeldt persönlich die Produktion in die Hand genommen und somit ein grandioses Metal Album geschaffen, welches mehr nach OPETH klingt den je. In Zeiten, in denen Death Metal im Metalcore gerade so richtig verwurstet werden sollte man sich mal diesen Authenzitäts-Bolzen von OPETH geben, der sogar Leute begeistern sollte, die mit den düsteren Growls eher wenig anfangen können.

Track Listing:

01 Ghost Of Perdition
02 Baying Of The Hounds
03 Beneath The Mire
04 Atonement
05 Reverie/Harlequin Forest
06 Hours Of Wealth
07 The Grand Conjuration
08 Isolation Years

Alte Kommentare

von cdd 22.04.2006 03:59

einfach nur sehr guter progressive metal!

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Torben

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