Plattenkritik

Orange - Welcome To the World Of Orange

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 20.08.2005

Orange - Welcome To the World Of Orange

 

Was macht die gelangweilte Jugend heutzutage? Sie greift zu den Instrumenten. Was quasi auf dem gesamten Globus seine Gültigkeit hat gilt auch für die Hügel Hollywoods. Genau von dort stammt nämlich das jüngste Signing vom Epitaph Sub-Label Hellcat. ORANGE nennen sich die vier Jungspunde mit einem Durchschnittsalter von zarten 17 Jahren. Teenage-Punkrock also, der sich vor 2 Jahren formiert hat. Wie das so in Hollywood ist, bekommen die Punkkiddies von ihren Eltern das Studioequipment geschenkt und auch als dann endlich das Signing ins Haus steht, können die 4 Jungs von ORANGE es gar nicht erwarten ins Studio zu kommen. Kurzer Hand brachte man "selber" die Finanzierung auf und ließ sich dann später von Epitaph die Investition zurückzahlen...

Soviel zum Thema Punkcredibility, welches man bei dem leicht rotzigen Punkrock mit großen Melodien und der bewussten Verbindung von UK und L.A. Punk Styles durchaus mal bedenken sollte. Hat man hiermit keine Probleme, dann fällt es einem leicht sich mit dem Sound von ORANGE anzufreunden. Für ihr junges Alter trumpfen die Jungs versiert und ausgesprochen selbstbewusst mit einer Mischung aus SEX PISTOLS, RANCID und dem gelegentlichen, nerdigen Einschlag von WEEZER auf. Der UK – USA Mix lag bei der Herkunft zweier Bandmitglieder, u.a. von Sänger Joe Denman, auf der Hand und wird bis hin zum Cover Marketing-technisch ausgeschöpft. Lyrisch befassen ORANGE sich mit den sozialen Gegensätzen ihrer Heimatstadt, dem Coolness Faktor von Mexikanern und einer gehörigen "Fuck You" Attitüde. Also auch wenn ich ein kleines Problemchen mit den selbstdarstellerischen und gut vermarkteten Hollywood-Teenagern habe, die Punkrock spielen und hier und da bereits von Klamottenmarken gesponsert werden, macht die Musik sowas von Spaß und geht unglaublich ins Ohr. Frontmann Joe hat eine ausgesprochen lässige Art zu singen, die regelmäßig fast in Sprechgesang abdriftet und amelodisch dem britischen Akzent frönt. Es ist definitiv mal wieder schön richtigen Punkrock von einer aufstrebenden Band zu hören, die nicht den Weg über den populären Poppunk geht, sondern sich an den Wurzeln orientiert. Für die gute Portion Talent und den doch sehr eigenen Sound gibt es dafür dann auch 7 Skulls. Ich bin gespannt, was da noch kommt..

1. Hollywood
2. Forgive And Forget
3. Cool Mexicans
4. No Rest For The Weekend
5. Affirmation Song
6. Ghetto Blasta
7. Attitude
8. Rollercoaster
9. Why Won't She Go Out With Me
10. Never Too Late
11. Orange

Autor

Bild Autor

Torben

Autoren Bio

Allschools Chef

Suche

Social Media