Plattenkritik

Orden Ogan - Easton Hope

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Release Date: 22.01.2010
Datum Review: 05.01.2010

Orden Ogan - Easton Hope

 

„Du bist so eine hohle Nuss! Wie kann man so ne Scheiße schreiben? Wenn Melodic Metal für dich ein "rotes Tuch" ist, warum schreibst du dann ne Rez und nervst mit deinen kindischen Kommentaren?“

Die Asche des letzten Werks “Vale“ ist noch heiß, da bekommen die deutschen Melodic Metal Emporkömmlinge ORDEN OGAN erneut Nachwuchs. Dieser wurde „Easton Hope“ getauft und ist der storymäßige „Vale“ Vorgänger und gleichzeitig ORDEN OGANs Einstand bei AFM Records. Einen Gastauftritt auf „Nothing Remains” an den Drums hatte das ehemalige BLIND GUARDIAN Mitglied Thomen Stauch, um den Oldschool BLIND GUARDIAN Flair des Songs zu unterstützen. Und wo bleibt das rote Tuch? Das wird erst einmal zur Seite gelegt. Zwar werfen ORDEN OGAN wiederum viel Soundtrack in das Album und verwässern immer wieder mit kitschigen Käsechorussen. Aber endlich haben die Jungs den Metal entdeckt und schmücken nicht nur „Melodic“ in der Genrebezeichnung. Mitunter werden die Ohren ob der treffsicheren Salven gerieben, ob tatsächlich die Weichspüler der vorangegangenen Alben an den Instrumenten waren, zumal endlich auch hin und wieder mit Geschwindigkeit Richtung Arnsberg gefahren wurde. Technisch ist die Band fit, jetzt wurde dieses Können auch durch eine adäquate Produktion untermauert, die „Easton Hope“ einen druckvollen Punch verleiht. Hervorzuheben ist auch der erkennbare Wille der Band, sich nicht auf den geernteten Lorbeeren des erfolgreichen Vorgängers (der überschwänglich abgefeiert wurde) auszuruhen, sondern noch mehr Feinheiten in das Fantasy Material zu integrieren und in mehrere Richtungen auszuscheren. So werden die Grenzen zwischen zart und hart sowie straight und verspielt bis hin zum progressiven Gesamtansatz ausgelotet. Einige sehr ruhige Momente in Kombination mit klischeebeladenen, zu theatralischen Sequenzen (vor allem die pathetischen Chöre mit orchestraler Untermalung) verursachen der hohlen Nuss nach wie vor Kopfschmerzen, aber insgesamt haben ORDEN OGAN mit „Easton Hope“ ein engagiertes Melodic Metal Album eingespielt, dass wegen seiner ansonsten in diesem Genre eher untypischen Kopflastigkeit punkten kann.

Tracklist:
01. Rise And Ruin 2:16
02. Nobody Leaves 5:57
03. Goodbye 4:10
04. Easton Hope 6:49
05. Welcome Liberty 5:46
06. All These Dark Years 5:47
07. Nothing Remains 6:46
08. Requiem 4:58
09. We Are Pirates 7:34
10. The Black Heart 6:00
11. Of Downfall And Decline 8:51

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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