Plattenkritik

Orphaned Land - All Is One

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Release Date: 21.06.2013
Datum Review: 19.06.2013

Orphaned Land - All Is One

 

ORPHANED LAND bemühen sich schon seit jeher um ein friedliches Zusammenleben der Kulturen, speziell im Nahen Osten. „All Is One“ unterstreicht diesen Anspruch erneut mit inspirierenden Geschichten und Gedanken. Aufgenommen in ihrem Heimatland Israel, der Türkei und Schweden entfaltet sich nach kurzer Zeit das bisher zugänglichste Album der Formation.

Ein Faktor, der dazu beiträgt ist mit Sicherheit die Reduktion der Growls. Konnte man die Band früher noch im Progressive-Death-Metal einordnen, gelingt dies nun nicht mehr. Im Gegenzug hat man jedoch den Anteil von orchestralen Einflüssen erhöht, was das gesamte Werk weitaus bombastischer und epochaler erscheinen lässt als noch seinen direkten Vorgänger „The Never Ending Way Of The OrwarriOR“. Im Gegensatz zu diesem haben ORPHANED LAND auf „All Is One“ die Songstrukturen deutlich gestrafft und sind deutlich geradliniger geworden. Manch einem wird dies vielleicht nicht gefallen, der Qualität der Musik tut dies jedoch keinen Abbruch - Ganz im Gegenteil. Lieder wie „Brothers“, „Freedom“ oder „Children“ gehen wesentlich schneller ins Ohr, haben aber immer noch so viele Ebenen, dass es auch nach unzähligen Durchläufen etwas zu entdecken gibt. Zusätzlich erhöht der, durch die nahöstliche Prägung vermittelte, Exoten-Bonus den Hörspaß noch um ein vielfaches, da man viele der zu hörenden Elemente in gewöhnlicher (Metal-) Musik nicht zu hören bekommt.

Wenn man so will, ist „All Is One“ die logische Konsequenz des bisherigen Schaffens. ORPHANED LAND vermitteln dem geneigten Hörer ihre Botschaft wesentlich direkter als bisher und werden durch ihren umstrukturierten Stil wohl auch eine größere Schar von diesen erreichen können. Alte Fans werden sich wohl erst an die Neuausrichtung gewöhnen müssen, sich dann, ob der Klasse des Materials, auch damit anfreunden.

Tracklist:

01. All Is One
02. The Simple Man
03. Brother
04. Let The Truce Be Known
05. Through Fire And Water
06. Fail
07. Freedom
08. Shama’im
09. Ya Benaye
10. Our Own Messiah
11. Children

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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