Plattenkritik

Overkill - The Electric Age

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Release Date: 30.03.2012
Datum Review: 27.03.2012

Overkill - The Electric Age

 

“Feel The Fire”, “Taking Over”, “Under The Influence”, “The Years Of Decay” und m.E. auch noch einige Tracks von “Horrorscope” (wobei ich mit Wehmut auf dieses Album zurückblicke, da kurz vorher Hauptsongwriter/Gitarrist Bobby Gustafson die Band verließ) waren Überalben, die den Metal maßgeblich prägten. Vor allem die Verbindung aus originärem Thrash Metal, Ami Power Metal, progressiven Parts und dem bissigen Kreischorgan von Bobby „Blitz“ Ellsworth waren (und sind) einzigartig. Darüber hinaus verfügen die New Yorker seit jeher über eine eigene Dynamik, die sich vor allem im Wechselspiel der Tempi ausdrückt.

Das neue Album „The Electric Age“ bildet bereits das 16. Kapitel in der seit über 30 Jahren anhaltenden Karriere von OVERKILL und mit dabei ist neben Blitz immer noch Bassist D.D. Verni (bitte auch einmal dessen Sideproject THE BRONX CASKET CO. anhören), der den bandeigenen Sound mit seinem hörbarem Bassspiel maßgeblich mitprägte. Das letzte Album „Ironbound“ hatte nach Aussage vieler Kritiker wieder einen back to the roots-Status und auch das hier vorliegende „The Electric Age“ ist alles andere als ein schlechtes OVERKILL Output.

Die Jungs haben immer noch Spaß an der Materie (vor allem live sind sie nach wie vor eine Macht), die Songs verfügen über ein hohes Energielevel und alles ist abwechslungsreich und spielerisch hochkarätig umgesetzt worden. Zudem sind wieder zu Hauf die Tempoverschiebungen zu hören, für die OVERKILL seit jeher Pate standen. Allein die zahlreichen Einzelvorstellungen der Gitarrenvirtuosen Dave Linsk und Derek Tailer sind zu beklatschen und auch Blitz scheint in einen Jungbrunnen gefallen zu sein. Am Ende steht mit „Good Night“ ein Song, der noch einmal das ganze Gesicht der Band, ihr Facettenreichtum und ihre unbändige Power präsentieren.

Nach wie vor geht im Thrash Metal kein Weg an OVERKILL vorbei, wenn ich auch ein wenig die Magie der ersten Veröffentlichungen vermisse...

Tracklist:
1. Come And Get It
2. Electric Rattlesnake
3. Wish You Were Dead
4. Drop The Hammer
5. Save Yourself
6. Black Daze
7. 21st Century Man
8. Old Wounds, New Scars
9. All Over But The Shouting
10. Good Night

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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