Plattenkritik

Pandora - Melancholic Freedom

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Release Date: 15.01.2010
Datum Review: 04.01.2010

Pandora - Melancholic Freedom

 

Es ist ja schon ein wenig grenzwertig sich 2010 auf Grunge einzulassen. Zwar mag das Genre Hoffnung durch ALICE IN CHAINS geschöpft haben, trotzdem haben die Neo-Grunger von CREED jene Hoffnung ja auch gleich wieder im Keim erstickt. Und wenn man nun das Cover zu PANDORA‘s „Melancholic Freedom“ anschaut, glaubt man auch wenig an 1994. Aber so grenzwertig Cover und die ersten 10 Sekunden der Platte sind, so überrascht wird man nachfolgend.

Die Belgier um PANDORA setzen sich aus Mia und Annie zusammen, die sich gleichwertig Gitarre und Bass teilen und dem Drummer Panzerfaust. Netter Name. Aber abgesehen davon – die Damen klingen in ihrem Zusammenspiel so dermaßen nach dem Duett, welches Kurt Cobain und Courtney Love nie aufnahmen, dass man schon öfters hinhören muss. So schön zwischen Rotz und Surrealem zu schreien, das konnten wenige und werden in Zukunft wohl auch wenige können. „Melancholic Freedom“ ist dabei die wohl beste Cobain-Love Gedächtnisplatte die man sich nur wünschen kann und versetzt den alten Nostalgiker glatt zurück in 1991. Klar, da hört man dann auch die eindeutigen „Life Through This“, „Nevermind“ und „Bleach“‘s heraus, trotzdem verstehen PANDORA hier was von ihrem Handwerk. Eine Hommage an den Grunge hätte wohl von keinem anderen so gut geklungen als von einer jungen, noch kompromisslosen und unberührten Band. Sehr gut.

Tracklist:

1. Rock N‘ Roll
2. Sophisticated Attitude
3. Breed My Dye
4. Like A Pissed Flower In Spring
5. Breakfast Saturday Night
6. Cup Of Poison
7. Post-Vomit Lines
8. Dark Milk
9. Bored
10. Bottle Of Wine
11. Rad Masturbation
12. Born In My Eyes
13. Bohemian Dust Cakes
14. Rays Light Our Last Day

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Raphael

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