Plattenkritik

Panic - Circles

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 12.07.2006

Panic - Circles

 

Scheint so als würden sich Reflections Records bemühen den legender frischen Spirit der bostoner Hardcoreszene nach Europa zu holen. Anders kann ich mir zumindest nicht erklären, dass das holländische Label nun in etwa zeitgleich, zwei Hardcoreperlen von der Ostküste gesignt hat. GUNS UP! und PANIC.

Während Guns Up! wohl eher Freunde des recht konventionellen N.Y. Style beglücken dürften, entreißen Panic sich auf ihrer aktuellen EP jeglicher Konvention und kreieren einen verdammt frischen und eigenen Sound. PANIC verzichten auf den momentan scheinbar obligatorischen Metaleinfluss und bleiben klassisch dem Punk verbunden. Keine Beatdowns, keine Gangshouts und keine Moshriffs, dafür kurze prägnante Hardcore-Punk-Kracher, die sich vor allem durch sehr rockige Gitarren und die zutiefst frustriert daherkommende Ausnahme-Stimme von Sänger „Gibby“ auszeichnen. Schon nach dem ersten Hördurchgang der „Circles“-EP, kann man sich sicher sein. PANIC unter Hunderten wieder erkenne zu können und es ist immer wieder erfrischend eine Band zu hören, die sich gänzlich vom aktuellen Einheitsbrei der Musikwelt abhebt. Folglich habennicht nur PANIC, sondern auch Reflections Records mit dieser Platte bewiesen, eine absolute Ausnahmeinstitution in Sachen Hardcore zu sein.

Einziger Wehmutstropfen den die EP bei mir heraufbeschworen hat ist die unglaublich kurze Spielzeit. Denn leider lässt einen die CD schon nach 12 Minuten gleichermaßen unbefriedigt wie begeistert zurück.

Tracklist:
01 – Rise
02 – Ramparts
03 – Shadow Park
04 – Hello Young Lions
05 – Involvers
06 – The Wolves Circle The Wolves

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Johannes

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