Plattenkritik

Periphery - Clear (EP)

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Release Date: 24.01.2014
Datum Review: 21.01.2014

Periphery - Clear (EP)

 

Ein so gut wie nicht vorhandenes Artwork und ein Titel, der diesen Zustand treffend beim Namen nennt - „Clear“ ist PERIPHERYs neuer Geniestreich, auf dem die Band nicht nur makelloses Können, sondern auch ein ungeahntes Maß an Einfallsreichtum demonstriert.

Beängstigend überschaubar sind sie geworden, die Areale in denen sich die hiesigen Metalcore Bands auf ihren Djentriffs austoben und allmählich in der kreativen Sackgasse verenden. Zugegeben, Können und spielerische Raffinesse reichen heutzutage nicht mehr aus, um für Aufsehen zu sorgen. Auch PERIPHERY müssen sich das eingestehen, obwohl ihre beiden Alben sicherlich zu den Highlights der Szene gehören. Mit ihrer neuen, sieben Song starken EP „Clear“ beweisen PERIPHERY, dass sie aber auch im Stande sind, sich facettenreich von der üblichen Djentmonotonie zu lösen.
Bereits das eröffnende Klavier-Intro „Overture“ deutet an, dass mit „Clear“ keine Anhäufung siebensaitiger Exzesse zu erwarten ist. Was der folgende Track „The Summer Jam“ bestätigt. Schon fast erfrischend vereinen PERIPHERY technische Kabinettstückchen mit einer gesunden Portion rockiger Elemente und erinnern in Teilen schon recht stark an die Kanadier von PROTEST THE HERO. Der darauf folgende Track macht da keine Ausnahme und greift in der Mitte gar zu stampfenden SLIPKNOT Moshattacken. Technisch immer noch auf einem außerordentlich hohem Niveau agierend und mit Sänger Spencer Sotelo in Bestform an der Seite, zeigt das Septett aus Maryland, dass sie nicht nur arrhythmische, metallische Djentkonstruktionen, sondern auch eingängige Rocksongs schreiben können, obwohl sie in dem MY CHEMICAL ROMANCE-artigen „The Parade Of Ashes“ schon recht eng am Pop hantieren. Liebhaber der vergangenen Veröffentlichungen sollten jetzt jedoch keinesfalls einen kompletten Kurswechsel befürchten. Nummern wie das „Extraneous“ oder „Zero“ sind immer noch typische, progressive PERIPHERY-Meisterstücke. Ein überraschendes Release.

Trackliste:
01. Overture
02. The Summer Jam
03. Feed The Ground
04. Zero
05. The Parade Of Ashes
06. Extraneous
07. Pale Aura

Alte Kommentare

von Daharka 24.01.2014 15:17

Sehe es komplett anders als der Reviewer. Ich habe mal auf eine experimentelle Platte gehofft aber das sind einfach Standart Periphery Songs (wenn auch gute). Nur The Parade of Ashes sticht etwas heraus. Sonst ne nette Ep.

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