Plattenkritik

Pin-Up Went Down - 2 Unlimited

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Release Date: 28.03.2008
Datum Review: 27.03.2008

Pin-Up Went Down - 2 Unlimited

 

Warum heißt das Debütalbum von PIN-UP WENT DOWN "2 Unlimited"? Ganz einfach, weil sich mit Alexis Damien (Drums, Bass, Gitarre und Keyboard und Gesang) und Asphodel (Gesang) zwei Musiker gefunden haben, die außer Rand und Band sind und wie eine freigelassene Meute ausgehungerter Löwen in einem Kindergarten wüten. Stilistische Grenzen: Fehlanzeige. Hier gibt es eine abgedrehte Achterbahnfahrt durch ein "Goth-Extrem-Metal-Prog-Cabaret", die nach dem ersten Durchlauf völlig irrwitzig wirkt, aber sich nach und nach zu einem Klassealbum erschließt. Wer auf die guten SISTERS OF MERCY, auf guten Goth mit einer Schippe Metal und ganz viel Kreativität (gerade beim Gesang) steht, landet mit diesem Debüt eine Punktlandung. Dabei wandelt sich die Simme von Sängerin Asphodel von einer Operndiva zur Rockröhre, von einer wolllüstig lechzenden Erotiksäuselei zu einem inbrunstigem Urgeschrei. Und Alexis Damiens Growls können locker mit den mächtigsten Death Metal-Frontsäuen mithalten. Allerdings ist sein Pete Steele-Gesäusele, dass erotisch sein soll, stellenweise peinlich.

Dennoch: PIN-UP WENT DOWN beweisen, dass es noch nicht allzu oft betretene musikalische Territorien gibt und setzen mit "2 Unlimited" eine ordentliche Duftmarke. Bands wie CHIODOS oder I Am GHOST können sich von den Franzosen in Bezug auf extreme Goth-Horrorarrangements noch eine dicke Scheibe abschneiden.

Tracklist
01. Intrusion
02. Esthete Piggie
03. Nearly Dead Bat Make-up
04. Cadavre Exquis
05. Pussy Worship
06. Get Ready To Sweep
07. Yo-yo Yes Then No
08. Only Some Shitty Chemical Stuff
09. Human Beat Box Deluxe
10. Feat.me Feat.us
11. Be My Idol The My Fall
12. Serie Z I
13. Serie Z Ii

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

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