Plattenkritik

Pitbulls In The Nursery - Lunatic

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 16.02.2006

Pitbulls In The Nursery - Lunatic

 

Frankreich gilt bekanntermassen in den Metal-Regionen eher zu den unscheinbareren Ländern, was innovative und international bekannte Bands angeht. Eines vorweg: Der Bekanntheitsgrad Frankreichs an Metalbands wird sich durch die Pitbulls in the Nursery sicherlich nicht verbessern. Dazu zelebriert man nämlich eine Musik, die absolut den Randgruppen zuzuordnen ist und für eine breitere Masse selten untauglich ist.

Zu beschreiben ist die ganze Geschichte wahrhaft nicht einfach. Ich beginne mal so: Ihr haut die Scheibe in den Player, versucht zaghaft mit dem Kopf im Takt zu nicken und merkt auf der Stelle, dass dieses Vorhaben scheitern wird. Soll heissen: Diese Mischung aus ultraprogressivem Death, kranken Jazz-Einlagen, nem Hauch Chaos-Trash und Gegrunze ist so vertrackt und undurchdringbar, dass sich Songstrukturen nicht erschließen. Der Takt wird eh alle zwei, ähm, Takte wieder über den Haufen geworfen. Mal rollt ein fetter Double-Bass Teppich, sofort aufgelöst in Dissonanz (auch wenns eigentlich keine sind), bizarren Synthie-Einlagen oder wirren Breaks.

Angepriesen als Pflichtwerk für Fans von Meshuggah, Death oder Atheist, ist "Lunatic", wie eben gesagt, absolute Randgruppe. Technisch ist die ganze Sache natürlich beeindruckend, die Spielzeit von fast einer Stunde sehr löblich aber unglaublich anstrengend für Leute, die eine gewisse klare Linie in den Songs hören wollen, so wie eben ich.

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Moritz

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