Plattenkritik

Placebo - Battle For The Sun

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Release Date: 05.06.2009
Datum Review: 02.06.2009

Placebo - Battle For The Sun

 

Dass Steve Hewitt 2007 PLACEBO verließ überraschte im Grunde niemanden. Schien die Band doch schon immer im Umgang miteinander etwas unterkühlt zu sein, verwunderte es kaum, dass der Split kam. Dass Bassist Stefan Olsdal danach ein R’n’B Album aufnahm war da schon eher verwunderlich, ebenso wie die großen Töne die Molko und Co. nun zu spucken wissen. Größer als U2 wolle man werden und auch die Stones stehen nicht mehr lange im Weg. Bitte meine Herren, das müssen Sie erst mal beweisen.

Denn auch ohne diese großspurigen Thesen hätte die Band eine ziemlich große Wand aus Erwartungshaltungen zu durchbrechen. Nicht, dass da bloß ein neues Label wäre, auch ein neuer Drummer ist an Bord. Der reiht sich mit seinen blutjungen Jahren noch so gar nicht in die Band ein, hält sich bei Interviews bislang bedeckt und scheint trotzdem der neue Vorzeige-Kreativbrunnen zu sein.

Denn es stimmt, PLACEBO anno 2009 klingen anders. Zwar kann man sich die markante Stimme Molko‘s sicherlich niemals wegdenken, doch das muss man auch gar nicht. Denn sie ist eigentlich alles was PLACEBO für immer haben werden. Die todtraurigen Songs jedenfalls sind größtenteils völlig verschwunden. Es regieren fröhliche Glockenspiele, erstaunlich positiv klingende Bläser und sowas wie Gute Laune Songs. 13 Stücke die für die alteingesessenen Fans sicherlich eine Berg- und Talbahn Fahrt darstellen. Denn die Übersongs, diese genialen Songs, sie fehlen einfach. Was die Single nämlich eindrucksvoll andeutet wird auf dem Album fortgeführt. Es ist kein schlechtes Album, aber schon gar kein besonderes oder eine Offenbarung. Doch Dank der wirklich herrlichen zweiten Hälfte: 7,4.


Tracklist:

• Kitty Litter
• Ashtray Heart
• Battle For The Sun
• For What It's Worth
• Devil In The Details
• Bright Lights
• Speak In Tongues
• The Never-Ending Why
• Julien
• Happy You're Gone
• Breathe Underwater
• Come Undone
• Kings Of Medicine

Alte Kommentare

von Matze 03.06.2009 20:17

"Die todtraurigen Songs jedenfalls sind größtenteils völlig verschwunden." Da muss ich dir zustimmen, das Gesamtbild wirkt meiner Ansicht nach viel rockiger und teilweise sogar metallastig. Depressive und richtig ruhige Songs, die vorallem bei "Sleeping with Ghosts" vorhanden waren, findet man bei dieser CD kaum. Trotzdem überzeugen Placebo auch auf dieser CD. Nach mehrmaligem Durchhören kann ich wirklich keinen Ausfall feststellen. ABER ich hätte mich über 1,2,3 ruhigere Nummern gefreut.. was solls, so gibts halt eine 8/10

von Scythe 04.06.2009 00:30

Man kann halt nicht immer traurig sein :) Meine Lieblingsband hat mich noch nie enttäuscht und das wird auch dieses Mal nicht anders sein.

von frage 04.06.2009 09:46

kommt eigentlich noch nen review zur neuen green day?

von loki 04.06.2009 10:44

echt n wenig zu rockig!

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Raphael

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