Plattenkritik

Placenta - Fixed Action Pattern

Redaktions-Rating

Tags

Info

Release Date: 30.04.2009
Datum Review: 25.09.2009

Placenta - Fixed Action Pattern

 

Sage mir wie dein Merch aussieht und ich sage dir ob du Deathcore machst. Oder so ähnlich. Unter dem Namen PLACENTA macht sich aus Berlin eine weitere junge Band auf mighty br00tal zu sein. Doch halt...Das ist alles gar nicht so ernst gemeint? OK, sorry. Mir kam nur der Gedanke beim ersten Durchgang der aktuellen, zweiten Scheibe “Fixed Action Pattern” und beim Betrachten des Bandmerchs. Aber der Reihe nach. Man holzt durchweg in hohem und durchaus melodischem Tempo (Track 7 “Simon Says” hat z.B. ein ungeahntes, sehr melodisches Outro) durch die 10 Tracks. Zum Teil überrascht man gar mit Cleangesang. Davor macht aber auch schon Track 1 klar, dass kein Wert auf Gefangene gelegt wird und das wird sicherlich den primären Interessenten des o.g. PLACENTA Bandmerch zu Gute kommen. Also musikalisch bisher nichts neues aber Party-kompatibel für den Mesh Mosher. Möglicherweise finden sich ja bald die ersten mit “F.A.P. Berlin, Alta!” bedruckten Shorts im farbenfrohen Sortiment von PLACENTA. Aber Scherz beiseite, die Produktion knallt gewaltig und der Mix aus Deathmetal und Mosh stimmt über die ganze Länge des Albums. Live reissen PLACENTA sicher so einiges, allein “3 Minutes Rape” lässt das mit seinem kompromisslosen Presslufthammer-Drumming vermuten. Track 6 und 8 sind melodisches Beiwerk, wobei Track 6 nur elektronische Spielereien bietet und Track 8 wie eine Mischung aus AGATG's “The Game Of Life” Intro und HSBs “Antigone” Intro klingt. Sehr angenehm, wenn auch kurz. Stimmlich bleibt man bei Schema F, (Grunz, Fauch, Clean, manchmal Breee) das allerdings solide. Musikalisch ist man das eine oder andere Mal ob des Facettenreichtums, z.B. beim erwähnten Outro von Track 7, überrascht. Das steht der Band gut zu Gesicht und hätte man nach Sichtung der Tracklist und deren obligatorischen Betitelung nicht unbedingt vermutet. Insgesamt sollten Freunde von GLASS CASKET oder INTO THE MOAT bis hin zu -um mal regional zu bleiben- FAR FROM HORIZON oder POOSTEW auch PLACENTA ein Ohr oder zwei leihen.

Kann mir abschließend jemand den Unterschied zwischen nicht ganz ernst gemeinten Moshparts und ernst gemeinten, vielleicht sogar todernst gemeinten Moshparts erklären?

Tracklist:
01. White Chicks Even Chug A Lug
02. Fixed Action Pattern
03. Fame By Name
04. Brutal: 5 On 1
05. 3 Minutes Rape
06. Pinocchio Stretches Woodenly In The Forrest
07. Simon Says
08. Interlude
09. Puking Reverse Is A Slow Motion Massacre
10. The Shape Of Death To Come

Alte Kommentare

von klaus 29.09.2009 22:08

na kiek ma, ein nicht ganz ernst gemeinter moshpart ist bestimmt dit endergebnis einer kumulation nicht ganz ernstgemeinter textfetzen, musikalischer zitate und gesten, zu denen man mit einem strahlenden lachen bangen und moshen kann. oder?

Autor

Bild Autor

Ian

Autoren Bio

Suche

Social Media