Plattenkritik

Polar Bear Club - Live At The Montage

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Info

Release Date: 24.08.2012
Datum Review: 19.11.2012

Polar Bear Club - Live At The Montage

 

POLAR BEAR CLUB live sind schon ein Erlebnis wert, darum umso schöner, dass es hiermit ein Livealbum gibt. Allerdings ist es eines der andere Art. POLAR BEAR CLUB machen einen auf akustisch. Leider kommt das auf der vorliegenden Platte nicht ansatzweise so kraftvoll zum Ausdruck, wie man es von den fünf Jungs gewohnt ist. Und das liegt nicht am Fakt "akustisch". Akustisch geht nämlich auch kraftvoll, wie beispielsweise Herr RAGAN es gerne unter Beweis stellt. Bei POLAR BEAR CLUB wirken die Gitarrenkünste und -arrangements ziemlich basal und zeugen von wenig Intensität. Selten gibt es mal einen aufregenden Lauf oder ein hartes Riff. Allerdings könnte es so schön sein. Kleinere nette Spielereien gibt es nämlich durchaus, nur muss man dafür sehr genau hinhören. Der Rest klingt wie am Pfadfinderlagerfeuer. Man haut ordentlich in die Saiten, aber der Sound wirkt weitestgehend dünn. Vermutlich war bei dieser Geschichte der Mischer auch nicht ganz unschuldig. Schade.
Sänger Jimmy kratzt sich durch die Songs, doch an dieser Stelle kann er nur gegen Stimmen wie der von CHUCK RAGAN verlieren. Der Gesang wirkt etwas mager und damit können sich POLAR BEAR CLUB nur hinter ihrer gewohnten Durchschlagkraft anstellen. Dennoch gibt sich Jimmy Stadt ziemlich cool, als er berichtet, dass sein erstes zweites Konzert eines der WEAKERTHANS war. Somit covern sie heute "Left And Leaving" und werden ganz ruhig, streichelzart und detailverliebter an den Gitarren. Hier funktioniert das auch mit mauer Mische. Bei diesem uneingeschränkten Lichtblick bleibt es. Wobei: "At Your Funeral" von den grandiosen SAVES THE DAY auch noch der Rede wert ist und auch hier der Mitgesang des Publikums. Genau dort gewähren POLAR BEAR CLUB auch einen schönen Einblick in ihre liebevolle, begeisterte Interaktion mit dem Publikum, welches diese Emotionen hier und auch sonst gerne zurück gibt.

Tracklist:

1. Burned Out In A Jar
2. Light Of Local Eyes
3. Living Saints
4. Bug Parade
5. Slow Roam
6. Left And Leaving
7. Religion On The Radio
8. At Your Funeral
9. Convinced I´m Wrong

Alte Kommentare

von kai 20.11.2012 16:43

Ja echt schade, dass die Platte so wenig überzeugt obwohl die Band so geil ist.

von igor 01.12.2012 22:44

wer braucht Simone, wenn es doch Jule gibt?!

von <3 02.12.2012 21:09

wer braucht fail, wenn es doch igor gibt?! wer braucht noch musik, wenn gebashe auch ohne geht?!

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Jule

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wäre gern teil einer postfeministischen emopunkband/ verbalprimatin/ kuchenveganerin/ ich kann mir keine songtitel merken, selbst die meiner lieblingssongs vergesse ich.../ ich bin nicht betrunken, ich bin immer so/ fraujule.blogspot.de

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