Plattenkritik

Potence - Demo

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Info

Release Date: 28.04.2015
Datum Review: 19.05.2015
Format: Digital

Tracklist

 

1. L'Amour Au Temps De La Peste
2. Aimer, Mourir Jeune et Faire Un Beau Cadavre
3. Le Discours De Ta Méthode
4. La Machine Dure

 

Überall in ganz Europa scheinen momentan neue und sehr interressante Screamo Bands förmlich aus dem Boden zu schießen, tolle Platten aufzunehmen und anschließend gemeinsam um den halben Globus zu touren. Sie scheinen zu entstehen wie Unkraut. Verdammt wütendes Unkraut!

Auch Potence aus dem Osten Frankreichs haben mit ihrer ersten Demo ein sehr gutes Stück Screamo abgeliefert. Doch so ganz unbekannt sind die Gesichter hinter Potence auch nicht.
So setzt sich die Band aus Mitgliedern von Géraniüm, Human Compost, Black Code und Daïtro zusammen.
Und, dass die Jungs ihr Handwerk verstehen und absolut wissen, was sie da machen, hört man der Platte in jeder ihrer gut 16 Minuten an. Die Produktion ist angenehm rau, es scheppert an allen Ecken und Enden und dennoch offenbart sie an den richtigen Stellen auch die melodiöseren Momente der Band.
Gleich der Opener „L'Amour Au Temps De La Peste“ vereint die Stärken der Band perfekt und beweist ihr Händchen für gutes Songwriting. Die Gitarre wirft einem ein tonnenschweres Riff vor die Füße und unterstreicht noch einmal die Crust Einflüsse in der Musik von Potence. Der Rest der Band folgt, der Sänger macht sich aber mal so richtig Luft. Nach zwei Minuten kommt der Break und das Tempo wird noch einmal verschärft. So lässt einen schon der Opener leicht atemlos zurück und dieses enorme Tempo wird auch im Anschluss nicht nennenswert gedrosselt.
Einizig „Le Discours De Ta Méthode“, der dritte der vier Tracks, nimmt sich zwischenzeitlich etwas zurück und man findet sogar leichte Anleihen im Post-Rock, ehe einem zum Abschluss der Platte noch einmal die gesamte Ladung Crust und Sreamo entgegenschleudern.
Insgesamt machen Potence auf ihrer ersten Veröffentlichung nichts grundsätzlich Neues, aber durch ihre Inbrunst und die stimmigen Songs erschaffen sie eine Art Kleinod, das vieles vereint, was dieses Genre momentan so interessant macht.
Man darf und sollte absolut gespannt sein, zu was die Jungs aus Frankreich in der nächsten Zeit noch im Stande sind.
Ihr erstes Hallo an die Welt ist auf jeden Fall ein lauter Knall!

Autor

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Janis

Autoren Bio

"Wenn ich so einen richtig tollen Song höre, dann muss ich immer mit dem Kopf nicken, als würde ich zu jedem einzelnen Takt "Ja" sagen. Und manchmal schwenke ich dann auf einmal um und sage "Nein, nein, hört bloß nicht auf zu rocken"." - Homer S.

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