Plattenkritik

Prime Circle - Jekyll & Hyde

Redaktions-Rating

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Release Date: 01.07.2011
Datum Review: 01.09.2011

Prime Circle - Jekyll & Hyde

 

Im Juli diesen Jahres erschien ein Album eines vielversprechenden Acts: PRIME CIRCLEc. Gleich bei dem Opener “Closure” fällt nicht nur der mächtige Sound der Platte auf, sondern auch die markante Stimme des Sängers. Mit einem signifikant sicheren Gefühl für wuchtiges Songwriting, das aber auch Platz für Melodien und ruhige Momente lässt, erinnert mich PRIME CIRCLE sofort an Bands wie 3 DOORS DOWN (mit denen waren sie dieses Jahr auf Tour in Deutschland) und SEETHER oder NICKELBACK, aber auch an die Grunge-Rock-Größen vergangener Zeiten, wie PEARL JAM oder ALICE IN CHAINS. Aber Vergleiche sind immer subjektiv und niemals zu 100% akkurat, denn PRIME CIRCLE klingen nach nur zweimaligem Hören von “Jekyll & Hyde” bereits so eingängig und eindeutig nach PRIME CIRCLE, dass es nicht schwer fällt sie schnell unter den oben genannten Bands wieder zu erkennen.
Neben dem bombastischen Opener fällt besonders das epische “Breathing” auf, in dem neben der melanscholischen Stimmung die Stimme von Ross Learmonth einem eine Gänsehaut über den Rücken schickt. “Supposing we got older, supposing we begin, supposing I stopped running and could begin again, supposing that we made it, I´m never looking back, never looking back!” - na, wenn das mal nicht unter die Haut geht.
Nach zwei “OK” Stücken geht es dann mit dem nächsten Song in Richtung “Ich denke über mein Leben nach” Stadt weiter: “Maybe we can be all we want to be niw, it´s up to us to try!”
Insgesamt hat diese Platte neben guter, erdiger Rockmusik natürlich auch schwächere Momente zu bieten. “Everything you want” ist beispielsweise ein Song der hinter den anderen zurück bleibt, dennoch ist die Mehrheit der zwölf Stücke durchaus lobenswert und einige sogar hitverdächtig, nicht umsonst räumt das Quintett aus Südafrika derzeit viele Awards ab. Glückwunsch! Die Texte gefallen ebenso, sind sie doch ein bisschen tiefer und kritischer gehalten als das übliche geschwafel und pathetisch Plakative, das viele Musiker derzeit aus Mangel an Worten nutzen. Nein, das Gefühl das hier ebenfalls nur Phrasen gedroschen werden, weil man sonst nix zu sagen hat, bleibt bei PRIME CIRCLE völlig aus.
Das Booklett beinhaltet neben Bildern der Musiker auch die Texte, die allerdings irgendwie in eine falsche Reihenfolge geraten sind. Ich möchte nicht behaupten, dass dies mit Absicht geschehen ist, denn dafür passiert es zu abrupt und hört auch nach zwei Seiten wieder auf.
Nicht so toll ist einfach (das Problem von 80% aller Bands dieser Erde), dass man sich als Musiker irgendwie immer zwangsläufig auf eine Musikrichtung festlegen muss und auch auf einen Sound, um kommerziell auffällig zu werden. Daher wird auch diese tolle Album irgendwann für mich derart eingängig, dass ich ab “I´m ready” neu ansetzen muss, weil ich nicht mehr zugehört habe. Wenn ich aber davon ausgehe, dass das der achte Song von zwölf ist, liegt es entweder an meiner ADHS Störung, persönlichem Geschmack oder an o.g. “Problem”. Dennoch: Ein starkes Album dass die Band da mit den Produzenten von AEROSMITH, LED ZEPPLIN, GUNS´N´ROSES und OZZY OSBORNE eingespielt haben. Shirley und Marino haben hier ebenfalls einen super Job geleistet.

Insgesamt erhält die Platte das Prädikat “Hörenswert”.

Tracklist
1. Closure
2. Broken Promises
3. Breathing
4. Everything You Want
5. All Of Me
6. Turning In My Sleep
7. Never Gonna Bring Us Down
8. I´m Ready
9. Worth The Fight
10. Not The Same
11. Turn Me To Stone
12. Jekyll & Hyde

Autor

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

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