Plattenkritik

Promises! Promises! - Re-Offender

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Release Date: 28.09.2007
Datum Review: 19.11.2007

Promises! Promises! - Re-Offender

 

 

Wer hat den Sonnenschein erfunden? Die ganze Menschheit ist dadurch geschunden. Sommer ist Selbstmord. Ach, nein, doch nicht! Wir sind hier schließlich nicht in Ham-, sondern in Oldenburg. Die Gitarren sind in „This Summer Is Suicide“ zumindest stellenweise so angegrungt und krachig, wie beim alten TOCOTRONIC Gassenhauer, statt mit geballter bürgerlicher Anti-Bürgerlichkeit, schlagen PROMISES! PROMISES! mit possierlichem Trennungssingsang zurück.

Das Quartett pappt sich die inflationär gebrauchten Genregrenzen: „Alternative“ „Indie“ und „Emo“ auf die Stirn, und ja, vielleicht mach das auch Sinn. Mit dem heutigen Verständnis von „Emo“ hat das alles in etwa so viel zu tun wie JIMMY EAT WORLD: ein wenig also. Immerhin watet man hier knietief durch 90er beeinflusste Krachriffs, anstrengend gequälten Gesang und locker aus dem Ärmel geschüttelte PLACEBO Melodien. So weit, so bekannt. PROMISES! PROMISES! fügen wenig Neues zum Genre hinzu, beweisen aber wie viele Bands dieser Zunft mit kleinen Zwischenspielen („And The World Stands Still“) ein feines Gespür für Melodien abseits stadiontauglicher Befindlichkeitslyrik.

Zur neuen Hoffnung am Horizont, den neuen DASHBOARD CONFESSIONAL gar, eignet sich „Re-offender“ nicht, Potential ist aber durchaus vorhanden



5/10

1. Where The Summer Starts
2. You’re To Me
3. The Thrill Is Gone
4. Turn My Back On The Radio
5. Game Over
6. Everywhere
7. Up All Night
8. And The World Stands Still
9. This Summer Is Suicide
10. Echoes
11. Either/Or
12. My Alarm Clock Knows

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Dennis

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