Plattenkritik

Protest The Hero - Scurrilous

Redaktions-Rating

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Release Date: 25.03.2011
Datum Review: 06.06.2011

Protest The Hero - Scurrilous

 

Sie sind zu einer Seltenheit verkommen. Diese Alben, die nach mehrmaligem Hören auch noch wirklich wachsen. Heutzutage ist das Syndrom des Schönhörens allgegenwärtig. Heutigen Alben fehlt es an wirklich interessanten Details, an großen Momenten und jenen Stellen die wirklich Zeit benötigen. PROTEST THE HERO sind eine der wenigen Band die heutzutage noch Alben eben jener, heutzutage ja fast veralteten Machart veröffentlichen. Mit „Kezia“ setzten sich die Jungs aus Ontario bereits früh, genauer gesagt mit dem eigenen Debüt, ein Denkmal. PROTEST THE HERO waren außergewöhnlich, frisch und eigenartig. Die Mischung aus sirenenartigem Power Metal Gesang, Gitarren die ab und zu stark an THE FALL OF TROY erinnern und komplett abgedrehten Songstrukturen war bzw. ist absolut einzigartig, absolut berauschend.

Nun stand die Veröffentlichung von Longplayer No. 3 an, eines der für mich am meisten erwarteten Alben des Jahres, vielleicht sogar das „Most Anticipated Album“, wer weiß das heute schon noch genau. Zweieinhalb Jahre nach „Fortress“, von einigen Seiten ziemlich kritisch beäugt, stellt sich „Scurrilous“ (welch passender Titel!) als das berühmte „Made It Or Break It“-Album den Fans und der Fachpresse. Da ich nun mehr oder weniger eine Mischung aus beiden Parteien bin, fällt mir die Beschreibung von „Scurrilous“ als Gesamtkunstwerk schwer. Denn nur als solches funktioniert „Scurrilous“ wirklich, obwohl jeder Song geradezu atemberaubend ist.

Doch was ist ist „Scurrilous“ überhaupt?
„Scurrilous“ ist der Soundtrack für 2011, ein anmutiges, emotionales, intensives und unheimlich direktes Album. Die Kanadier polarisieren wie eh und je und lassen ihrer ganzen Vielfalt und Wut freien Lauf. Songs wie „C'est la vie“ bleiben hängen, Songs wie „Sex Tapes“ beeindrucken ungemein. PROTEST THE HERO schöpfen aus dem Vollen, reihen Knallersong an Knallersong, Hit an Hit. Inwiefern man mit Rody Walkers Sirenstimme zurecht kommt ist eine Sache. Doch vor allem beim Gitarrenspiel des grandiosen Flitzfingerduos Tim Millar und Luke Hoskin bleibt mir die Spucke weg. Kreativ, prägnant, einzigartig. Von den grandiosen Wortspielen ganz zu schweigen. Aber das würde den Rahmen dann doch etwas sprengen.

Tracklist:
1.C'est la vie
2.Hair-Trigger
3.Tandem
4.Moonlight
5.Tapestry
6.Dunsel
7.The Reign Of Unending Terror
8.Termites
9.Toungue-Splitter
10.Sex Tapes

Alte Kommentare

von aloha 06.06.2011 12:21

Wir haben 2011 und Ontario liegt nicht in den USA. Die Songs sind gewohnt wahnsinnig, die Texte sind leider bissl platt... alles in allem ne 8 von meiner Seite... Für das Review ne 5 :)

von Daharka 06.06.2011 13:18

10/10 Find damit ham sie ihr Meisterstück abgelegt, da is kein Song deplaziert!

von Schmuh 06.06.2011 13:33

Das Debut der Band war außerdem "A Calculated Use Of Sound". Somit ist dies Longplayer No. 4

von Schmah 06.06.2011 15:50

Was jedoch kein Album war und somit ist Kezia das Debüt(album)

von junky 08.06.2011 10:22

Protest the Hero sind bei Vagrant Records...

von ahola 08.06.2011 22:19

Sehr facettenreiches Album, für mich jedoch zu viel des Guten. Zu viel Gitarrengefrickel was jeden Song gleich klingen lässt. Auch am Gesang hat sich nichts verändert. Es ist zwar alles auf einem technisch hohen Niveau, aber das ist man bei PTH ja gewohnt. Langweilige und enttäuschende Platte für meinen Geschmack!

von Alex 09.06.2011 09:07

Moonlight- Anspieltipp Nr.1

von sehr gutes album 09.06.2011 16:21

echt super melodien teilweise und das album als ganzes ist echt top! aber an manchen stellen wäre weniger manchmal mehr gewesen. so ziemlich jeder song ist überladen mit tappings und sweepings, alle 10 songs sind zugekleistert mit doublebass. ich erhoffe mir beim nächsten album immer noch diese progressivität aber man darf es nicht übertreiben...

von morgen 10.06.2011 12:08

beim vainstream.. ne halbe std spielzeit von 10:30 - 11:00 undankbarer gehts kaum, aber ich freu mich drauf wie bolle :)

von lol 10.06.2011 20:19

ne halbe stunde is noch zuviel für son scheiss die solln morgen mal lieber mehr zeit für gute, oder zumindest ertragbare bands lassen

von @ lol 10.06.2011 20:40

word

von Henno 11.06.2011 15:43

Ich mochte Fortress im gesamten Lieber, aber Scurrilous ist trotzdem eine der besten CDs von 2011

von lol 25.12.2013 02:26

hab mich vatan sory nice cd

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Enrico

Autoren Bio

Je ne sais pas. Ein Hoch auf meine Standardantwort im Französischunterricht in der Schule.

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