Plattenkritik

Psalm - Fortune\'s Complexity (In Five Cycles Of Torments)

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Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 04.01.2007

Psalm - Fortune\'s Complexity (In Five Cycles Of Torments)

 

Das feine und gestandene belgische Label Genet Records hat mal wieder eine Reihe neuer Releases am Start und eines hiervon ist der Debüt Longplayer von PSALM, der auf den Namen "Fortune's Complexity (In Five Cycles Of Torments)" hört. Das belgische Quintett rekrutiert seine Mitglieder unter anderem von BROKEN PROMISES und ZACCHARIA und verfügt entsprechend über eine ausgeprägte Bühnenerfahrung.

Aber kommen wir zum liebevoll gestalteten Album von PSALM welches hinter dem aufwendigen Design mit dickem Booklet ein fieses und harsches Monstrum verbirgt, welches heiß darauf ist auf die europäische Szene losgelassen zu werden. Wild, ungezähmt und verdammt verbreakt und vertrackt präsentiert sich der metallische Hardcore / Mathcore von PSALM, der der Zuhörerschaft zunächst einiges an Geduld abverlangt, bevor man seine wahre Freude an dieser düsteren Brachialität findet. Stellt euch die infernale Energie von ZAO gepaart mit dem technisch-düsteren Sound früher NORMA JEAN bzw. LUTI-KRISS vor und ihr seid schon recht nah am chaotischen Spektakel, das PSALM fernab gängiger Songstrukturen abliefern. Thierry ist für die hasserfüllten und leicht dreckig geschrieenen Vocals zuständig, die gelegentlich durch cleanen Gesang aufgelockert werden. Mit jenem melodischen Gesang kann ich mich zwar nicht ganz so anfreunden, aber er nimmt von Zeit zu Zeit ein wenig Spannung aus dem zum bersten gespannten Aggressionsbogen, was durchaus positiv ist. Obwohl sich aktuell einige Bands in diese vertrackten Sphären bewegen, zeichnen sich PSALM durch eine ordentliche Portion Eigenständigkeit und vor allem eine unglaubliche, wilde Ader aus, die man fast gar nicht in eine Songstruktur gepresst bekommt. Gerne drosseln die Belgier auch mal das Tempo und umarmen für kurze, harte Momente eine doomige Endzeitstimmung. Produziert wurde der Langspieler von Steve Austin von TODAY IS THE DAY, der bereits für LAMB OF GOD oder CONVERGE seine Finger ins Spiel brachte und sogar drei Mal gesangliche Unterstützung abliefert. "Fortune's Complexity (In Five Cycles Of Torments)" ist ein mehr als gelungenes Debütwerk einer talentierten Band, von der man hoffentlich noch viel hören wird.


Tracks:
GLAMOURUS: cycle one
1. Submission
2. Walk in a no love scene
THE CONFIDENCE: cycle two
3. Butterfly suicide
4. Judgment's burden
THE DEPENDENCE OF GLORY: cycle three
5. The Flesh Is Weak
6. The vital art of pretending (Featuring Steve Austin on vocals)
7. Passion Feasts On Purity (Featuring Steve Austin on vocals)
FAITHFUL DESIRE: cycle four
8. Eden's Crucifixion
9. Ephemeral
COLD ETERNITY: cycle five
10. Self-Conjuration
11. The agony show
12. Closure (Featuring Steve Austin on vocals)

Chris – guitars
David – drums
François - bass guitar
Thierry – vocals
Sylvain - guitar

Alte Kommentare

von tennis 06.01.2007 17:30

ziemlich dickes teil. kenne zwar nicht die ex bands, aber da geht schon ein wenig was.......!!!

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Torben

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Allschools Chef

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