Plattenkritik

Psyopus - Our Puzzling Encounters Considered

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Release Date: 23.02.2007
Datum Review: 05.03.2007

Psyopus - Our Puzzling Encounters Considered

 

Kein Schimmer, was manche Musiker als Ansporn nehmen, möglichst noch kranker klingen zu wollen, als bisher bereits dagewesenes. Gut, prinzipiell ist das ein Trend, den der Extrem-Metal immer auch ausgemacht hat, die jeweiligen Auswüchse in den Bereichen Thrash/Death/Black sind ja auch bekannt, nur nicht zwingend gut. Ich selber empfinde keine akustische Befriedigung, wenn ich unter dem Kopfhörer denke "Yeah, die Jungs sind aber krank!" Was uns zu Psyopus führt. Meine bisherige Karriere in den grotesken Welten von Noise- und Grindcore bestand aus wenigen Minuten Dillinger Escape Plan in Helsinki, nach denen ich eigentlich nur dachte "So, das wird wohl nicht meine Welt werden".

"Our Puzzling Encounters Considered" ist ein Scherbenhaufen, eine Collage aus Trümmern und Splittern, zuckend, zappelnd, schnell, zerstörend, krank. Natürlich dementsprechend vertrackt, mit unentwegten Taktwechseln, nie vorhersehbar. Technisch auf einem brillianten Niveau, das muss klar angemerkt werden, die Frage die ich mir stelle ist die nach dem "Warum?". Wer ist so abgefuckt im Schädel, um sowas "komponieren" zu können? Und wer letztenendes braucht das?

Ich nicht. Die Fans, denen The Dillinger Escape Plan mittlerweile ein wenig zu tröge wurde, die sollten hier zuschlagen und werden sich im Himmel wiederfinden. Psyopus stehen zu ihrer Musik, und sie können spielen. Das ist auch gut so. Ich kann allerdings nicht länger als 15 Sekunden reinhören, ohne wahnsinnig zu werden.

Tracklist:
1. The Pig Keepers Daughter
2. 2
3. Scissor Fuck Paper Doll
4. Whore Meet Liar
5. Inseets
6. Imogenis Puzzle
7. Play Some Skynyrd
8. Kill Us
9. Siobhanis Song
10. Happy Valentine's Day
11. Our Puzzling Encounters Considered

Alte Kommentare

von jgh 05.03.2007 10:40

kein grindcore, sondern sehr chaotischer mathcore :) mir gefällt das album sehr gut... klar, es ist keine musik,die ich mir andauernd anhören kann, aber für zwischendurch richtig geil! Die Vorgängeralben von denen waren auch schon richtig nett! 8/10!

von 7 angels 05.03.2007 10:56

Auch von mir 8/10. Völlig krankes Teil. Gebt das Review beim nächsten Mal lieber jemandem, der mit Mathcore was anfangen kann.

von J.F.K 05.03.2007 13:45

Saufettes Album! Das kränkste bisher überhaupt. Ich empfinde nur Bewunderung beim Lauschen des Krach-Meisterwerks!!!

von jgh 06.04.2007 15:54

die rezension ist ein witz oder? :) selten so abstrakte kunst gehört. sicher nochmal ne ecke extremer als dep, converge und konsorten, aber irgendwie total geil, auch wenn die typen einen an der klatsche haben :D

von tyxen 07.04.2007 11:05

\"Meine bisherige Karriere in den grotesken Welten von Noise- und Grindcore bestand aus wenigen Minuten Dillinger Escape Plan in Helsinki, nach denen ich eigentlich nur dachte \"So, das wird wohl nicht meine Welt werden\".\" na dann warst du ja genau der richtige mann für diese rezension ... au backe. :( geiles album btw.

von i r m 17.06.2007 17:13

schlechte rezi. find das album recht geil wobei mir die ähnlichkeit zu into the moat auffällt. kommt aber nicht an carbomb ran find ich. 7,5/10

von ACE-Bier 28.09.2008 22:36

@irm: meinst du carbomb, oder Car Bomb? :)

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