Plattenkritik

Q And Not U - Power

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Release Date: 01.01.1970

Q And Not U - Power

 

Q AND NOT U, als richtungsweisende Band aus Washington DC, verstehen es sich kontinuierlich und scheinbar ohne Mühen neu zu erfinden und ihren Sound von Album zu Album grundlegend umzustrukturieren. Der Sprung vom Debütalbum "No Kill No Beep Beep" im Jahre 2000 zum Nachfolger "Different Damage" war schon beachtlich und auch dieses mal wird der Wiedererkennungswert für Fans auf die Probe gestellt. Deutlich tanzbarer und Beat-lastiger präsentiert sich die neue Produktion "Power" des Trios. Hört man bei einigen Tracks den Post-Harcore Charakter der Jungs noch deutlich durch, zeigen sich John Davis, Harris Klahr und Christopher Richards bereits beim Opener "Wonderful People" in ihren Discooutfits und überraschen mit einer Mixtur aus 80er Sound und Discofunk. Hinzu kommen extrem hohe, meist schiefe Vocals, die selbst den BEE GEES alle Ehre machen würden. Das alles macht gewaltig Spaß und animiert zum tanzen jedoch geht mir das langsamere "Throw Back Your Head", bei dem die verrückten Jungs zusätzlich Blockflötenmelodien einstreuen, ein wenig zu weit. Deutlich mehr punkten Q AND NOT U bei mir, wenn sie gewaltig nach vorne rocken und sich der normalen Klangfarbe ihrer Stimmen bedienen. Mit wilden Gitarrenmelodien, Synthieklängen und der sich dezent in den Vordergrund drängenden Drummachine werden vertrackte und schräge Songs auf die Zuhörerschaft losgelassen, die trotzdem einer bestechenden Eingängigkeit nicht entbehren. Bei den aktuellen, chaotischen und experimentierfreudigen Tendenzen, die aus aller Welt auf uns eindröhnen werden Q AND NOT U mit "Power" sicherlich nicht gleich als dem Wahnsinn verfallen abgestempelt. Die Experimentierfreude des Trios wirkt über die Länge von 13 Tracks niemals künstlich oder aufgesetzt sondern eher überraschend natürlich. Ein tolles Album welches jedoch seine Zeit zum reinhören braucht.

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Torben

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Allschools Chef

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