Plattenkritik

Radar - Rollsplitt

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Release Date: 04.05.2007
Datum Review: 17.03.2007

Radar - Rollsplitt

 

Die menschliche Stimme ist das, was einen Popsong zusammenhält. Ohne Gesang verliert ein Stück vieles an Wiedererkennungswert und Hit-Potenzial (nein, ich rede hier nicht über E-Musik, die auch ohne Gesang auskommt, und den möchte ich sehen, der meint ein „Glasgow Megasnake“ von MOGWAI hätte eine faire Chance wirklich populär zu werden, ohne dem, zugegeben tollen, Song jetzt die Qualität abzusprechen – die ist vorhanden).
Ebenso wie die oben genannten MOGWAI, oder auch Frusciantes Lieblinge RATATAT kommen nun auch die Chemnitzer RADAR komplett ohne Gesang aus.

Allerdings wirkt das in diesem Fall weder besonders experimentell, noch spannend. Man kann das Gefühl nicht loswerden, dass einfach ein Sänger und Texter fehlt. Wie auch immer die Gründe für den fehlenden Gesang sein mögen, die Musik ist an sich gut. Der Opener „King Chic“ besticht etwa durch GANG OF FOUR mäßige Beats und einen zum Rest des Songs kontrastierenden Metal Riff.

Oder auch „Hometrainer“, leicht unterstützt von Synthies, entwickelt sich der Song zu einem tanzbaren 7 Minuten Gitarrenstück. Was man RADAR wirklich zu Gute halten sollte, ist die Tatsache, dass „Rollsplitt“ nie aufdringlich wirkt, sondern wirklich gut als leicht verträumte Hintergrundmusik funktionieren kann, mir aber fehlt das Potenzial, sich immer und immer wieder durch die Songs hören zu wollen und die rohe Energie, die etwa MOGWAI ausmacht.


1. King Chic
2. Taser
3. Hometrainer
4. Armstrong
5. Velvet
6. Coda
7. Stromdal

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Dennis

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