Plattenkritik

Rasmus Kellermann - The 24th

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Info

Release Date: 21.05.2010
Datum Review: 17.08.2010

Rasmus Kellermann - The 24th

 

Rasmus Kellermann aka Tiger Lou , aka Araki macht Musik. Es sei mal dahingestellt, weshalb sein neuestes Werk unter seinem „echten“ Namen erscheint, spielte er doch bereits die letzte Scheibe von Tiger Lou in kompletter Eigenregie und ohne weitere Bandmitglieder ein. Nach eigenen Angaben aus purer Unlust, den anderen immer erklären zu müssen, was er denn nun von ihnen wolle. Vielleicht war es abermals die Ungeduld, die ihn zur neuesten Veröffentlichung trieb. Es klingt aber auch nicht so ganz nach Tiger Lou , es ist auch nicht Araki. Es ist viel elementarer.

Rasmus Kellermanns unverkennbare Gesangsstimme und viel Gitarre. Alles sehr soft und wenn dann mal ein Schlagzeug oder Bass oder auch Klavier und Streicher, dann so hauchdünn in einzelnen Songs zum Einsatz gebracht, dass man es zwischen den ganzen weicher anmutenden Stücken fast gar nicht wahrnimmt. Eine Sammlung von Werken zwischen 2005 und 2009. Feinstes Singer/Songwritergedöns in bester skandinavischer Manier und das nicht wirklich aus seinem Heimatland Schweden. Der Großteil der Songs entstand in Berlin, vereinzelte in Stockholm. Dennoch klingt es absolut nach skandiavischer Herbstzeit. Herr Åström in seiner frühen Phase sei an dieser Stelle mal zum Vergleich herangezogen.

Die Liebe weiterhin ein schwerwiegendes Thema aber auch das Erwachsenwerden, lernen, den Horizont erweitern. Rasmus Kellermann will nicht stehen bleiben sondern weitergehen, ausbrechen aus alten Mustern, neue kennenlernen, erproben, die Welt erforschen, festgewachsene Wurzeln kappen und erblickt dabei Schönes, Verstörendes, Interessantes, Beängstigendes, Heimweh und was wirklich zählt im Leben. Sturm und Drang mit leichtem Rückenwind. Der Herbst kann kommen!

Tracklist:
1.The 24th
2.The Greatness & Me
3.Five Years From Now
4.Woodlands
5.Something To Build Upon
6.By The Chestnut Tree
7.Talk Of The Town
8.Where Do You Go At Night
9.A House By The Ocean
10.Parting Wishes
11.Now Hush

Alte Kommentare

von Rob 19.09.2010 20:29

sehr gute platte! 9/10 nothingbuthopeandpassion.com

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Jule

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wäre gern teil einer postfeministischen emopunkband/ verbalprimatin/ kuchenveganerin/ ich kann mir keine songtitel merken, selbst die meiner lieblingssongs vergesse ich.../ ich bin nicht betrunken, ich bin immer so/ fraujule.blogspot.de

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