Plattenkritik

Ray Wilson And Stiltskin  - She

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Release Date: 06.10.2006
Datum Review: 18.09.2006

Ray Wilson And Stiltskin - She

 

Stiltskin sagte mir was. Vom Namen her. Ray Wilson aber nicht wirklich. Als ich dann mal in die Pressinfo sah, da ward es etwas Licht und ich erfuhr, dass Ray Wilson mal Frontmann bei Genesis war! Nichts Gutes ahnend wollte ich dann auch wissen, woher ich denn Stiltskin kenne und fand heraus, dass einer ihrer Songs mal bei einer Jeanswerbung eines gewissen Herrn Strauss als Backgroundmusik lief.

Nun war alles klar – und auch überhaupt nicht! Wie sollte denn eine solche Mischung aus Genesis und Alternative Rock klingen? Antwort: gar nicht! Von Genesis ist hier nichts zu hören. Und nach meinem Geschmack ist das auch gut so! Wonach Ray Wilson And Stiltskin nun aber genau klingen ist wirklich ganz schwer einzuordnen. Ich denke, dass man hier definitiv sagen kann, dass sich ein Singer/Songwriter mit einer Band hingesetzt hat und ein Album gemacht hat, dass so abwechslungsreich ist, wie es nur sein kann, mit dem einzig roten Faden, dass seine Texte, Ideen und Melodien den Mittelpunkt oder besser gesagt den Hintergrund bilden, vor dem sich alles andere formiert und darstellt. Generell kann man versuchen „She“ als Rockalbum zu bezeichnen und den Sound mit Audioslave, Lifehouse, Nickleback, Nick Cave oder ähnlichen zu vergleichen. Das fasst aber die Fülle des Albums bei weitem nicht zusammen. Dort finden sich zukünftige Radio-Hits wie „Lemon Yellow Sun“, die schon fast hymnenartig anmuten neben rockigen Songs wie „Fly High“ oder „Sick And Tired“, Alternative-Rock-Balladen wie „Wake Up Your Mind“, „Fame“ oder„Constantly Reminded“ und elektro-orgel-80er-angehauchten Songs wie „Takin Time“ oder „Summer Days“.

Eine bunte Mischung, in der wie gesagt aber Ray Wilson, seine Stimme und tiefgehenden Texte, die von persönlichen Erlebnissen, über Terrorismus und Drogenmissbrauch bis hin zur Faszination für Spiritualität führen, das Bindeglied zwischen den Songs bilden. Großartig produziert von Peter Hoff ist dies ein durch und durch rockiges Hit-Album für den Mainstream-Gebrauch oder für den Fan härterer Musik auch mal zum entspannen. Definitiv vergessen sollte man die Genesis-Vergangenheit von Ray Wilson, denn dieses Album hat damit nichts gemein oder zu tun. Rockige gute 7 Punkte gibt es von mir.

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Janina

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