Plattenkritik

Razors - 1977

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Release Date: 01.01.1970

 

Ach ja, Punk und Altern. Eine nicht immer würdevolle Kombination und so in der Bewegung auch nicht angelegt. Bei der JFA (Jody Foster‘s Army) Diät - „Cola und Snickers“ - irgendwie auch nicht verwunderlich. Auf der anderen Seite, wer hätte ahnen können, dass Punks mal die Hippies von heute würden? Böse Beispiele für zu spätes Abtreten: Die Toten Hosen und was sich von den Sex Pistols noch so regt - das könnte auch alles als Selbstparodie durchgehen.
Das der Ausdruck von Frustation und Entfremdung (das alles hat in den Jahren ja nicht abgenommen) aber nicht unbedingt mit Selbsterniedrigung einhergehen muss, beweisen die Hamburger Punk-Urgesteine Razors. Keine großen Überraschungen beim Sound - no prices for guessing! - Pistols beeinflusster 77er Punk, der auch in der 2004er Version mit zeitlosem Sound überzeugen kann. Auch hier gilt mal wieder: Da sich eh alles wiederholt, immer auf die richtigen Vorbilder setzen. Dazu noch eine Integrität ausstrahlen, die mich wirklich hat überlegen lassen, ob ich das mit dem Alter überhaupt anspreche! Punkrock wie er sich gehört.

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Jens

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