Plattenkritik

Redcraving - Mirroring

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Release Date: 28.09.2012
Datum Review: 20.01.2013

Redcraving - Mirroring

 

Es mag vielleicht eine subjektive Angelegenheit sein, aber Berlin ist nicht gerade eine malerische Stadt. Dennoch übt sie eine schwer zu beschreibende Faszination aus, vor allem durch ihre hässlichen, schwer zugänglichen Ecken. Die Post-Hardcore-Band (der echte, nicht das was Rise Records 14-jährigen Röhrenjeansträgern als eben jenen verkauft) vertonen auf ihrem Full-Length-Debüt eben jene finsteren Ecken und halten ihrer Heimat einen Spiegel vor. Und ein Spiegel lügt nicht.

Und um es gleich vorweg zu nehmen: REDCRAVING haben das gewisse Etwas. Im Bandnamen, im Albumtitel, im Cover, im Sound, in den Songs. Die Berliner sind eine Band, die man jedem zeigen möchte, andererseits aber auch lieber für sich behält. Auf zehn Songs entfalten die Hauptstädter ein Potenzial, welches man in dem Genre hierzulande schon länger nicht mehr gehört hat. Nur leider orientiert man sich dann doch noch etwas zu stark an den großen Vorbildern.

Denn man kann unmöglich abstreiten, dass Songs wie "The Second Descents" oder "Watch Me Disappear" nicht frappierend an NORMA JEAN und neuere UNDEROATH erinnern. Es ist die selbe Art Songs zu schreiben, die gleiche Atmosphäre. Aber überdeutliches Kopieren hin oder her, REDCRAVING stehen wie schon auf ihrer EP für Qualität und für abwechslungsreiches Songwriting. Die Wechsel zwischen den heftigen Shouts und dem absolut gelungenen Cleangesang sind stets stimmig und unaufgesetzt. Dazu kommt der geringe Kostenfaktor des Album. Wer will, bezahlt einfach gar nichts. Also, hört doch einfach mal rein:
http://album.redcraving.com/index.html

Tracklist:
01. The Second Descents
02. Underneath And Overhead
03. Our New Quarters
04. Confidence, Confidence
05. Watch Me Disappear
06. To Call It Home
07. A Decorating Decline
08. In The Event Of Dire Portent
09. Coda
10. Hiding High, Sinking Low, Watch It Die Before It Grows

Alte Kommentare

von TOM 21.01.2013 09:28

"der echte, nicht das was Rise Records 14-jährigen Röhrenjeansträgern als eben jenen verkauft" hmmm...wenn ichmir die Bandfotos anschau, unterscheiden die sich 0% von Riserecords-14-jährigen Röhrenjeansträgern

von Sauber 25.01.2013 14:45

Zensur!

von timsuper 29.01.2013 15:34

also echter post-hardcore is das nun auch nicht, haha. wenn schon genrenazi dann bitte auch richtig. dennoch sehr starkes und vorallem überraschendes release. läuft hier auch rauf und runter.

von @tim 29.01.2013 15:46

mal abwarten wie lange deine Kritik hier stehen bleibt, ein ähnlicher Post wurde ja schon einmal entfernt.

von @ Enrico 30.01.2013 08:57

Also du hättest echt nochmal drüberlesen sollen!Rechtschreibung und Grammatik ist wirklich peinlich für einen Musikjournalisten!

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Enrico

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Je ne sais pas. Ein Hoch auf meine Standardantwort im Französischunterricht in der Schule.

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