Plattenkritik

Repulsed - State Of Inner Truth

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Release Date: 16.05.2008
Datum Review: 06.05.2008

Repulsed - State Of Inner Truth

 

Im beschaulichen Saarland, genauer in der Hüttenstadt Völklingen, haben sich Benjamin Bencivinni (Gitarre), Matthias Braun (Gesang) Oliver Jungmann (Schlagzeug), Sven Schackmann (Bass) und Gerrit Sittler (Gitarre) 2005 zusammen getan, um ihre musikalischen Visionen unter dem Banner REPULSED auszuleben. Umgesetzt wurde dieses Vorhaben in dem Debütalbum "State Of Inner Truth", dass von der ersten bis zur letzten Sekunde überzeugen kann.

Stilistisch lässt sich das Ergebnis mit Bands wie DISTURBED, SEVENDUST und FLAW vergleichen. Aber dieser Vergleich hinkt ein wenig, denn REPULSED haben ihre Gitarren noch tiefer in den Keller gestimmt, legen noch ein wenig mehr Kohle in das Feuer und sind deutlich abwechslungsreicher als die eben genannten Bands. Allen gleich sind markante Stimmen der Frontmänner, so verfügt auch REPULSED über einen äußerst markanten Sänger mit hohem Wiedererkennungswert. Aber auch hier hebt sich die Band aus dem Saarland deutlich von den "Großen" ab, denn Matthias Braun variert sein reibeisentiefes Organ und verdrängt somit Monotonie und stimmliche Langeweile. Allerdings hat er Probleme bei den höheren Tönen, diese lässt sein Organ (noch) nicht zu und dadurch wirken die etwas höher gezogenen Gesangspassagen leicht neben der Spur. Auch lässt dem Hörer während der gesamten Spielzeit der Verdacht nicht los, dass einem die eine oder andere Passage schon einmal die Gehörgänge durchpflügt hat. Aufgrund der tonnenschweren dicke Eier Riffs und den unter die Haut gehenden Refrains kann dieser Identitätsmangel jedoch unter den Deckmantel der Verschwiegenheit gepackt werden.

REPULSED haben gezeigt, dass schwerer Heavyrock auch "Made In Germany" funktionieren kann (und das bei einem Debütalbum!) und "State Of Inner Truth" könnte Fans oben genannter Bands oder aber auch Anhängern von MACHINE HEAD oder neuerer METALLICA gefallen. Auf jeden Fall stehen 7 gute Punkte auf der Habenseite der Band.

Tracklist:
1. Away From Me
2. Rise And Fall
3. The End Of The War
4. State Of Inner Truth
5. One Last Time
6. Even If It Hurts
7. Meant To Break
8. Sun Shines Black
9. Scars Remain
10. Dream Wide Awake
11. Blind My Eyes
12. The Greatest Enemy

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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