Plattenkritik

Ringworm - Hammer Of The Witch

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Release Date: 14.03.2014
Datum Review: 13.03.2014

Ringworm - Hammer Of The Witch

 

Eines weiß man, wenn RINGWORM zum Schlag ausholen ist jeder Sicherheitsabstand Gold wert. Keine Band hat über die Jahre so konstant ihren Hass gebündelt und auf die Meute heraus geprügelt wie das Quintett aus Cleveland. Auch „Hammer Of The Witch“ macht da keine Ausnahme und beweist, dass RINGWORM auch anno 2014 zu den Besten ihrer Zunft gehören.

Wenn man die Worte Metalcore und RINGWORM in einem Satz nennt, hat das rein gar nichts mit dem zu tun, was Mitte der 2000er an die Oberfläche gespült wurde. Zusammen mit Bands wie INTEGRITY und ALL OUT WAR gehörte auch die 1990 gegründete Band um Fronter James Bulloch zu den Kombos, die die Wut und Attitüde des Hardcore mit den Extremen des Metal anreicherten.
Doch anders als die bereits genannten INTEGRITY sind RINGWORM ihrem wütenden Mix aus fiesem Hardcore und rasendem Death Thrash über die Jahre treu geblieben. Auch ihr neuer Hassklumpen „Hammer Of The Witch“ steht dieser Tradition in nichts nach. Das Relapse Records Debüt überrascht jedoch mit einer Brutalität und Präzision, die selbst die Vorgänger „The Venomous Grand Design“ (2007) und „Scars“ (2011) übertrumpft. Gleich vom Opener „Down Of Decay“ metzeln schnelle Thrash Riffs und ungnädige Mosher ihre Gegenüber in Grund und Boden nieder. Auch der weitere Albumverlauf lässt wenig Luft zum Aufatmen und macht kaum Abstriche in Punkto Konsequenz. Mit dem bereits bekannten „Bleed“, der ersten Auskopplung „Hammer Of The Witch“ und dem Knochenbrecher „One Of Us Is Going To Have To Die...“ zeigen RINGWORM, dass sie trotz ihres wutgelagerten Fokus auch nie den Blick für catchige Riffs verlieren. Natürlich allen voran Frontsau James Bulloch, der sich wie kein anderer auch noch nach 20 Jahren Bandbestehens immer noch die hasserfüllte Seele aus der Kehle kotzt. Vielleicht kann man sagen, dass sich die dreizehn Songs noch mehr am Metal anlehnen als die vergangene Diskografie der Amis. Durch die druckvolle Produktion kommt der genau dosierte Hardcoreanteil jedoch noch besser zur Geltung und sollte keinen der alten Anhänger in irgendeiner Art enttäuschen.
Bleibt zu hoffen, dass RINGWORM mit dem neuen Labeldeal und diesem mächtigen Album endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient haben.

Trackliste:
1. Dawn of Decay
2. Bleed
3. Leave Your Skin At The Door
4. Exit Life
5. Psychic Vampire
6. King of Blood
7. I Recommend Amputation
8. Hammer Of The Witch
9. We'll Always Have The End
10. One Of Us Is Going To Have To Die...
11. Vicious Circle Of Life
12. Die Like A Pig
13. Height Of Revelation

Alte Kommentare

von Sascha 18.03.2014 19:04

Da werden mal keine Gefangenen gemacht. Verdammtes Brett. Mega-gut.

von Hans 14.09.2014 03:03

Beste HC scheibe 2014.

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Mulder

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