Plattenkritik

Riot - "Immortal Soul"

Redaktions-Rating

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Release Date: 28.10.2011
Datum Review: 16.11.2011

Riot - "Immortal Soul"

 

Eigentlich schade: Begann die Karriere dieser Band vor über drei Dekaden doch recht viel versprechend, so endeten RIOT am Ende doch dort, wo viele andere Gruppen auch landen, wenn sie wichtige Entscheidungen den falschen Leuten überlassen: In der Versenkung.
Doch 2011 sind sie zurück und das so gewaltig, dass man vom reinen Hören her nicht denkt: Das sind gesetzte Herren. “Immortal Soul” klingt jung, energetisch und vor allem eines: Angepisst. Obwohl die Grundstimmung der Songs immer noch ein joviales Lächeln zu vermitteln scheint.
Gleich der Opener und Titeltrack “Riot” macht klar, dass RIOT keine Gefangenen machen wollen: Schnell, schneller, RIOT! Dabei aber unglaublich dynamisch, facettenreich und eine technische Raffinesse wird hier an den Tag gelegt, da geht einem nicht nur das Herz, sondern die Hose auf. Trotz des modernen Sound katapultieren Stücke wie “Still Your Man” oder “Wings Are For Angels” den Hörer direkt in die Achtziger. “Believe”, “Insanity” oder das epische, wenn auch nur eine Minute lange Instrumentalstück “Majestica” weisen RIOT aber auch als Band aus, die durchaus auch im gemäßigteren Tempo zu überzeugen weiß. Nicht nur Thrash-Attacken, sondern auch progressive Bombast-Songs zeichnen RIOT als Könner ihres Metiers aus.
Mike Tirelli, der neue Sänger bei der Formation, singt so, als wäre Bobby „Blitz“ von OVERKILL und LaBrie (DREAM THEATER) eine Person und dabei noch um einiges besser als diese Sänger. Das Saiten-Team um Mark Reale ist einfach weltspitze und über das Drumming von Bobby "Wire" Jarzombek lässt sich mal gar nicht streiten!
Als Mitbegründer der NWOBHM Ära hört man sie alle raus: HAMMERFALL, JUDAS PRIEST, PANTERA (die frühen), ja, auch Bands wie SLAYER oder EXODUS würde ich unterstellen wollen, dass sie das ein oder andere RIOT Album kennen. Die ersten MANOWAR Scheiben, PEGASUS, SKID ROW, es fallen mir viele Namen ein, deren Anleihen ich in „Immortal Soul“ finde. Gänsehaut, wenn ich bedenke, dass die o.g. Bands in RIOT vielleicht Inspiration gefunden haben. Von METALLICA wissen wir es ja aus Interviews.
Laut der Band wollten sie direkt an vergangene Tage anknüpfen und ich bin der Meinung, es ist ihnen gelungen. Vor 20 Jahren haben sie „Tundersteel“ rausgehauen, ein Meilenstein. 2011 folgt der nächste Geniestreich! „Immortal Soul“ ist eine Oldschool-Scheibe, die aber sehr, sehr frisch, jung und unverbraucht klingt! Ich höre sie rauf und runter, eine willkommene Abwechslung in sich: Von „Crawling“ bis „Whiskey Man“ einfach purer Hörspaß!
(Klassische) Metal-Fans können bedenkenlos zuschlagen!!!

9 Punkte

Linc

Tracklist

01. Riot
02. Still Your Man
03. Crawling
04. Wings Are For Angels
05. Fall Before Me
06. Sins Of The Father
07. Majestica
08. Immortal Soul
09. Insanity
10. Whiskey Man
11. Believe
12. Echoes

Alte Kommentare

von @ Linc 28.11.2011 09:45

Beantworte mir bitte mal eine Frage: Hast Du wirklich jemals RIOT gehört bzw. kennst Du die Band ? Dein Banddropping ist genauso wie die Vocal Vergleiche nicht zutreffend. Das vor 20 jahren veröffentlichte Album "Thundersteel" klingt sicherlich ähnlich (und besser), doch Riot waren noch so viel mehr als Power Metal dieser Machart. Hör dir mal "Fire down under" an. Natürlich klinge ich wie ein Besserwisser oder Riot Nerd und das ist genauso scheisse wie dein Review, aber überlasse doch Metal-Scheiben Leuten, die auch die Bands und ihre History kennen

von rumpf 28.11.2011 16:00

hätte er sich das völlig wirre namedropping (nach dem Motto: ich zähl mal alle metal-bands auf, die ich so kenn) gespart, wär das review gar nich so schlecht gewesen....wobei...mit der NWOBHM haben riot als Amis nun wirklich denkbar wenig zu tun...

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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