Plattenkritik

Rise Against - Appeal To Reason

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 10.10.2008
Datum Review: 10.10.2008

Rise Against - Appeal To Reason

 

RISE AGAINST sind der Fels in der Brandung politisch aktiver Punk / Hardcore Bands. Ein ausgesprochenes Händchen für hitverdächtige Melodien, Tim McIlraths raue und doch meitreißend-melodische Vokalharmonien, durchdachte Texte sowie ein gesunder Aktivismus machen die Chicagoer Jungs zur Konsensband schlechthin. "Appeal To Reason" ist das dritte Major Release der Band und zeitgleich der fünfte Longplayer von RISE AGAINST, die gemeinsam mit dem neuen Gitarristen Zach Blair ihren musikalischen Pfad auch weiterhin mit Bill Stevenson and Jason Livermore (Blasting Room Studios) fortsetzen.

"Collapse (Post-Amerika)" ist der Opener der neuen Scheibe und steht in der Tradition herausragender und eingängiger erster Tracks, die sich durch die Banddiscografie wie ein roter Faden ziehen. Der Song lädt spätestens beim zweiten Hördurchgang zum Mitsingen ein und ist zweifelsfrei einer der besten Tracks auf "Appeal To Reason". Auch das akustische "Hero of War" ist ein herausragender kritischer Song, der primär die Geschichten verschiedener im Irak stationierter Soldaten erzählt und zum nachdenken anregt. Ansonsten bewegt sich das Album doch eher im guten aber nicht herausragenden Bereich, viele Melodien zünden einfach nicht die Endstufe und so muss sich wohl auch die Tanzflurfraktion weiterhin zu "Prayer of the Refugee" bewegen müssen. RISE AGAINST können offensichtlich keine schlechten Alben schreiben, doch obwohl "Appeal To Reason" noch einmal ein Stück poppiger ausfällt, ist es nicht so eingängig wie "The Sufferer & the Witness" und bei weitem nicht so aggressiv wie "Revolutions per Minute", aber das war absehbar. "Appeal To Reason" ist ein gutes und vor allem sehr intelligentes Release geworden, mit dem man den Vertrag mit Geffen Records erfüllt. Bleibt abzuwarten wohin es RISE AGAINST verschlägt, insgesamt wäre ein wenig mehr Biss durchaus wünschenswert.

Tracks:

1. "Collapse (Post-Amerika)" - 3:19
2. "Long Forgotten Sons" - 4:01
3. "Re-Education (Through Labor)" - 3:43
4. "The Dirt Whispered" - 3:09
5. "Kotov Syndrome" - 3:04
6. "From Heads Unworthy" - 3:42
7. "The Strength to Go On" - 3:27
8. "Audience of One" - 4:05
9. "Entertainment" - 3:35
10. "Hero of War" - 4:13
11. "Savior" - 4:02
12. "Hairline Fracture" (feat. Matt Skiba of Alkaline Trio) - 4:02
13. "Whereabouts Unknown" - 4:03



Alte Kommentare

von gameover 10.10.2008 17:27

das ham se echt schon besser gemacht, aber "Hero of War" ist gänsehaut pur!

von Tobi 10.10.2008 19:14

Leider kein wirklick prickelndes Album geworden. Mehr als 7 hätte ich auch nicht gegeben. Bleibt wohl Revolutions per Minute immer noch das beste Album..

von El Grompho 11.10.2008 02:52

mitreißende kracher wie auf den letzten beiden alben fehlen hier zwar weitestgehend, aber trotzdem ein durchweg solides album und "hero of war" ist besonders textlich ein echtes highlight. das nächste mal aber bitte wieder mehr "mit erhobener faust mitbrüll"-songs

von Sophist 11.10.2008 12:26

1. Hördurchgang - Enttäuschung 2., hm sollte ich vl. noch einmal hören, 3. hey langsam erkenn ich doch richtig geile Melodien, die Erwartung Hardcore Brüller zu hören ist verflogen und nachdem ich die Scheibe inzwischen bestimmt 20mal gehört habe geb ich ne 8, weil es wieder einmal durch die unfassbar gute Stimme und der perfekten Songstruktur gelingt, dieses Album in den nächsten Monaten immerwieder in meinen Player zu buchsieren. Saubere Arbeit, und zum glück nicht so Mainstream wie anti-Flag inzwischen geworden sind.

von mikefize 11.10.2008 16:04

Wertung ist okay, aber die Review finde ich weniger gelungen... ich bin ja auch ein Fan von kurzen, knackigen Reviews, aber ein paar Worte mehr zum eigentlichen Output dürften es meiner Meinung nach schon sein... z.B. kein Wort zu Songs wie Savior oder Entertainment, die schon fast in Richtung Poppunk gehn, was für Rise Against ja doch ein recht großer stilistischer Schritt ist... Aber die Kernaussage stimmt so schon, wobei man wirklich sagen muss,dass das Album einige Durchläufe braucht.

von pramk 11.10.2008 16:17

ich finde da ist alles gesagt. auf jeden song einzugehen nervt einfach nur... "Collapse (Post-Amerika)" u. "Hero of War" sind die besten songs ansonsten gute RA standardkost!

von simon 11.10.2008 16:21

gute rezi, hoffe, dass das nächste release wieder besser wird!

von Pedda 12.10.2008 14:12

wirkt irgendwie lust und emotionslos. der letzte druck fehlt, und wie schon erwähnt zünden die melodien nicht richtig. ich bin doch recht enttäuscht. vielleicht wirds mit nem labelwechsel wieder besser. 7 punkte weils rise against sind...

von Christopher 12.10.2008 17:03

sehs genau wie der vorschreiber, nur weil ich mit dem bewerten dann doch nicht so großzügig bin. 4/10 sowas langweiliges ist im blöasting room enstanden??? kann mir auch einfach nicht vorstellen dass sie damit selber zufireden sein können?! vielleicht wollten sie auch jetzt ersteinmal weg vom label, komplett abgeschrieben hab ich sie auch nicht, sind ja sympathische kerlchen.

von vegan 13.10.2008 09:31

also "audience of one" hat für mich einen der geilsten rise against refrains überhaupt. auch der rest entpuppt sich nach mehrmaligem hören als kleine melo-perlen. grundsolides rise against album: 7.5 / 10

von benno_k 13.10.2008 10:06

jau, solide fasst es ganz gut zusammen, der begriff hat aber irgendwie n faden beigeschmack.

von xgebux 16.10.2008 17:31

überzeugt mich nich das album bis auf ein paar wenige ausnahmen.. an den vorgänger kommts längst nich ran.. 6/10

von NaSk 17.10.2008 11:57

Lückenfüller bis zum nächsten Album, das dann wieder richtig zündet *hoff*

von Chalk 29.10.2008 03:59

Wo is mein Rise Against? =(

von maddin 09.11.2008 16:10

finde es lahm. erinnert schon sehr an poppunk... wenn man es mit revolutions perminute vergleicht kann man echt nur noch einschlafen. sry leute, aber das ist kein rise against mehr. der nutzt seine stimme gar nicht mehr, kein raues gebrüll mehr. nur ncoh gesinge...gähn 4/10 weil rise against

von arne 10.02.2009 15:57

die alten sachen von the killing tree, dem nebenprojekt von tim, sind ganz gut zum überbrücken der zeit bis zum nächsten album.. mehr hardcore als das neueste album

Autor

Bild Autor

Torben

Autoren Bio

Allschools Chef

Suche

Social Media