Plattenkritik

Riverboat Gamblers - Underneath The Owl

Redaktions-Rating

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Release Date: 17.04.2009
Datum Review: 12.03.2009

Riverboat Gamblers - Underneath The Owl

 

Mit reichlich Vorschusslorbeeren flattert einem die kleine dicke Eule der RIVERBOAT GAMBLERS auf den Schreibtisch: Vans Warped Tour hier, Konzerte mit FLOGGING MOLLY dort und GASLIGHT ANTHEM sowieso überall. Wenn jemand dieser Tage überall als Referenz herhalten muss, dann wohl die Folk-Punks aus Jersey. Aber zur Sache: Nach dem (mir unbekannten, aber wohl recht „warm“ rezensierten) Erstling “Something To Crow About“ geben die Mannen aus Texas ihr Debüt auf Volcom Entertainment.

Schnell beschleicht einen das Gefühl die RIVERBOAT GAMBLERS wollen mit diesem Release niemanden verprellen und spielen bis zur Hälfte des Album „guter Bulle – böser Bulle“ mit dem Hörer. Stets folgt auf eine verhältnismäßig raue Up-Tempo Nummer ein etwas gemäßigter Indie-Ausflug. Funktioniert dieses Spielchen am Anfang noch ausgesprochen gut (die ersten drei Tracks sind durchweg Hits!), bekommt man ab “Robots May Break Your Heart“ und “The Tearjaker“ nicht mehr wirklich die Kurve und verliert seinen Energie irgendwo im großen weiten Indie-Dschungel. Elektrischer Firlefanz, cleane Gitarren und abenteuerliche Instrumente, wie z.B. ein Xylophon, übernehmen von nun an das Kommando. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist die frappierende Ähnlichkeit zu MANDO DIAO nicht mehr zu überhören und man wünscht sich an den Anfang der Platte zurück.

Ganz im Regen stehen lassen die RIVERBOAT GAMBLERS den geneigten Punkrocker aber schließlich doch nicht und werfen für “Victory Lap“ noch mal die verzerrten Gitarren an und machen so wieder ein wenig an Boden gut. Alles in allem haben die RIVERBOAT GAMBLERS mit Sicherheit das Potential in Zukunft selbst als Referenz herzuhalten, wenn man neben den zuckersüßen Melodien, die man zweifelsohne produziert, auch den nötigen Drive nicht vermissen lässt.





Tracklist:

01. Dissdissdisskisskisskiss
02. A Choppy, Yet Sincere Apology
03. Catastrophe
04. Alexandra
05. Pilgrims In An Unholy Land
06. Sleepless
07. Robots May Break Your Heart
08. The Tearjaker
09. Keep Me From Drinking
10. Steer Clear
11. Victory Lap

Alte Kommentare

von Raphael 12.03.2009 18:22

ho Christian, du bist aber gütig mit der Platte. Ich war sehr schnell total gestresst von der Stimme und der Art der Band, die mich viel zu sehr an die gelangweilten Millencolin erinnert. ABer mal wieder ein schönes Review !

von Chris 12.03.2009 21:08

Danke! Ach, wenn die Stimme schön rotizg daher kommt, gefällt sie mir eigentlich ganz gut. Größtenteils trifft die Platte allerdings nicht meinen Geschmack, aber ein Schuss Objektivität muss immer drin sein! Ein Vergleich mit den aktuellen Millencolin ist natürlich harter Tobak....hast sie wohl letztes Jahr beim Überraschungsgig im Underground gesehen!

von Raphael 12.03.2009 21:18

Nein, habe sie halt leider insgesamt zu oft gesehen..

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Christian Schroub

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