Plattenkritik

Rivers Of Nihil - The Concious Seed Of Light

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Info

Release Date: 11.10.2013
Datum Review: 31.10.2013

Rivers Of Nihil - The Concious Seed Of Light

 

Die Schlacht um das „Death Metal Album des Jahres“ tragen in diesem recht ertragreichem Jahr Bands wie EXHUMED, GORGUTS, ULCERATE oder sicherlich auch die alten Knüppler von SUFFOCATION aus. Der Titel für die hoffnungsvollsten Necomer könnte aber an die Metal Blade Newcomer von RIVERS OF NIHIL gehen.

Gut drei Jahre prügelten sich die jungen Metaller mit progressiven Death Metal durch die amerikanische Szene, bis sie nach zwei in Eigenregie vertriebenen EPs einen Vertrag bei einem der größten Metaldealer unterschrieben. Dieser veröffentlicht nun den ersten Longplayer der aus Reading in Pennsylvania stammenden RIVERS OF NIHIL.
Das auf den Titel „The Conscious Seed of Light" getaufte Langeisen bestätigt, dass das Quintett zu Recht als eine der spannendsten Neulinge im Metalzirkus gehandelt werden. Das Debüt ist gespickt mit allerhand Verweisen und Parallelen zu den Genremächten, ohne jedoch eine Band zu präsentieren, die nur die Hits ihrer Vorbilder nachspielt. Beginnt „The Conscious Seed of Light" nach einen sphärischen Intro mit dem soliden „Rain Eater“, welches mit seinem DECAPITATED meets BEHEMOTH Riffing erst einmal druckvoll Stellung bezieht, nimmt der Death Metal von RIVERS OF NIHIL nach und nach eine ganz eigene Gestalt an. Diese zeigt sich sehr technisch und ragt weit in progressive Strukturen hinein. Völlig unberechenbar kombiniert der Fünfer vertrackte NECROPHAGIST Attacken mit alten MORBID ANGEL Momenten, die sich nicht selten in schwarzmetallische Atmosphären suhlen. Gerade dieser Hang zur dunklen Seite der Extreme verleiht RIVERS OF NIHIL den besonderen Charakter in ihrem Death Metal. Sicherlich drängt sich der Vergleich zu den bereits erwähnten MORBID ANGEL in Songs wie „Central Antheneum“ schon arg auf. Auch Fronter Jake Dieffenbach kann nicht verleugnen, dass sein tiefes Organ dem von David Vincent recht nahe steht.
Wer jedoch bereit ist für etwas Frischfleich und sich nicht immer nur an die vergangenen Großtaten seiner Helden erinnern möchte, bekommt mit „The Conscious Seed of Light" eine sehr abwechslungsreiche Death Metal Scheibe zu hören. Und diese wurde nicht nur von Mr. HATE ETERNAL Erik Rutan perfekt produziert, sondern auch von Altmeister Dan Seagrave (SUFFOCATION, DECREPIT BIRTH, ENTOMBED) mit einem zum Sound passenden Artwork verziert.
So haben RIVERS OF NIHIL mit ihren Debüt alles richtig gemacht.

Trackliste:
1. Terrestria I: Thaw
2. Rain Eater
3. Birth of the Omnisavior
4. Soil & Seed
5. Central Antheneum
6. Mechanical Trees
7. Place of Serpents
8. Human Adaptation
9. A Fertile Altar
10. Airless

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Mulder

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