Plattenkritik

Ron Spielmann - Swimming In The Dark

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Release Date: 20.09.2013
Datum Review: 21.09.2013

Ron Spielmann - Swimming In The Dark

 

RON SPIELMAN ist immer noch einer der großen Unbekannten, doch zumindest in Berlin besitzen er und seine Auftritte seit geraumer Zeit Kultstatus.

In seinem 20. Jahr im Musikbusiness beschert er uns nun mit „Swimming In The Dark“ sein mittlerweile zwölftes Soloalbum. Der Deutsch-Amerikaner beschränkt sich hierbei in erster Linie auf das was das Singer/ Songwriter Genre ausmacht, seine Stimme und sein Gitarrenspiel. Zu jeder Sekunde hört und spürt man, dass hier ein absoluter Virtuose am Werke ist, handwerklich perfekt, aber doch angenehm geerdet, die Songs sind gradlinig, aber auch an manchen Stellen etwas verspielt, wie z.B. bei „Just another autumn“, wo die Gitarre in mehreren Parts in bluesige Gitarrensoli abdriftet, in diesem Fall auch mit atmosphärischer elektronischer Musik untermalt, die dem Song sehr viel Volumen verschafft. Das sind jedoch genau die Stellen, welche zwar, wie bereits erwähnt, perfekt arrangiert, aber für meinen Geschmack zu sehr in Richtung Pop, Blues bzw. einfacher gesagt zu sehr in Richtung Mainstream gehen. Der Titeltrack hingegen wartet mit reduzierten, leicht melodiösen Gitarrenriffs und einem traurigen melancholischen Unterton in der Stimme auf, für mich völlig ausreichend um mich in den Bann zu ziehen. Vermutlich fällt es einem Vollblutmusiker wie RON SPIELMAN aber auch einfach schwer, sich zurück zu halten, da stecken vermutlich zu viele Ideen und Impulse in ihm, die umgesetzt werden wollen. Ob das nun Urban Adult Independent Rock ist, wie es die Plattenfirma so schön formuliert, sei mal dahin gestellt.

„Swimming In The Dark“ ist in den ruhigen reduzierten Momenten das richtige, um sich abends nach einem langen Arbeitstag auf die Couch zu setzen, Füsse hoch, Augen zu und sich einfach für ein paar Minuten von der Musik treiben lassen. Die zum Ende des Albums dann aber doch vermehrt auftauchenden vertrackten, verspielten Gitarrensoli, würden mich wohl jedoch nicht zu lange in der Feierabend-Position verharren lassen, sondern eher in Richtung „Zurück“ oder „Aus“ Schalter am CD-Player führen.

Tracklist:
1. Bronze Age
2. Just Another Autumn
3. Kate Moss
4. Swimming In The Dark
5. Africa’s Napoleon
6. Hickock’s Darkest Secret
7. Ocean
8. Begging Bowl
9. Elfriede
10. The Irish Promised Land
11. Ballad Of Richard And Mildred Loving
12. In Paradise

Autor

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Felix M.

Autoren Bio

ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

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