Plattenkritik

Rust Belt Lights - Religion & My Ex

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Release Date: 28.03.2014
Datum Review: 24.02.2014

Rust Belt Lights - Religion & My Ex

 

Weltweit lernen große wie kleine, schwarze wie weiße Menschen Tag für Tag, mit Veränderungen und Herausforderungen im Leben Schritt zu halten. Fünf Freunde aus Buffalo taufen ihren neuesten Lösungsansatz "Religion & My Ex" und klingen, als greife ihnen der Optimismus unter die Arme, wo er nur kann.

RUST BELT LIGHTS sehen den Tatsachen ins Auge und fühlen dem erfrischenden Poppunk von frühen SAVES THE DAY oder THE WONDER YEARS auf den Zahn. Wo anderswo verdrängen oder ignorieren bevorzugt wird, setzt "Old Ghost" mit NO USE FOR A NAME- Schlagzeugritt und familiären Harmonien zur Aufklärung an, "How To Live Without" spricht aus der Lektüre des Lebens: "They say the best thing about photographs is that they never change / Even when the people in them stop returning phone calls after sudden years" ist doch bloß der pure, unveränderliche Alltag eines beliebigen Heranwachsenden. Mit anhaltender Energie und zugänglichen Songs wie dem melancholischen "Stolen Lines" geht die junge Band auf dem Nachfolger zu „These Are The Good Old Days“ auf Tuchfühlung mit Emotionen und Tatsachen gleichermaßen. Dass auf dieser Ebene keine Preise mit Handwerk oder Perfektion gewonnen werden müssen um zu überzeugen, haben die New Yorker schnell in Form von zustimmender Resonanz erfahren. Choruszeilen wie zum Beispiel aus "Parkside" ("Are we growing up or growing apart as the seasons change") oder das ansteckende Skatepunkvehikel "There Is An Ocean" brauchen ihren Platz in der Posicore-Welt nicht zu erbetteln, sie tasten sich mit druckvollen, ehrlichen Vocals und stürmischen Riffs auf dieselbe Höhe wie Mitbegründer und (mittlerweile befreundete) Genre-Kumpels.
Mit seinem Dutzend unverbrauchter und vor unterbewusster Motivation strotzender Songs hat "Religion & My Ex" so das Zeug, nicht bloß über die absehbaren Stunden bis zum nächsten artverwandten Release zu unterhalten. Am Rande laden die neuen Freunde von RUST BELT LIGHTS außerdem jede(n) ein, sich in ihren Texten selbst wieder zu finden.

Trackliste:

01. Wasted Wishing
02. Old Ghost
03. Dead Letters
04. How To Live Without
05. Stolen Lines
06. Parkside
07. If Nothing Ever Changes
08. Stay Young Or Try Dying
09. There Is An Ocean
10. Selfish Boys
11. Pack Up And Let Go
12. Just Words

Alte Kommentare

von Sascha 05.03.2014 14:27

Voll gut! Vor allem, weil da auch noch ein Hauch Hardcore mitschwingt.

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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