Plattenkritik

SERAPHIM FALLS - Wake Up And Rise

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Info

Release Date: 06.06.2015
Datum Review: 06.06.2015
Format: CD

Tracklist

 

01. Wake Up
02. Restless
03. Cures My Empathy
04. My Time Will Come
05. Rise
06. Idol
07. Left Behind
08. Whatever It May take
09. Through You Lies
10. Fade Away

Band Mitglieder

 

Lukas Kern - Bass, Backing Vocals
Martin Engels - Drums
Christian Habermann - Leadgitarre
Sebastian Pellin - Shouts
Robin Sauer - Gitarre, Cleans

SERAPHIM FALLS - Wake Up And Rise

 

SERAPHIM FALLS sind eine fünf-köpfige Metalcoreband aus dem Raum Frankfurt am Main.
Seit 2013 spielen sie in der jetzigen Besetzung zusammen. Nachdem sie sich mit ihrer Debut-EP „Beneath the Daily Tragedy“ (Mai 2013) bereits einige Türen geöffnet haben, wollen die Jungs  am 6. Juni ihr Debutalbum „Wake Up And Rise“ herausbringen.

Aufgenommen wurde das Album im letzten Jahr im „Kohlekeller Studio“  wodurch sich
„Wake Up And Rise“ wie auch Alben von A TRAITOR LIKE JUDAS , WE ARE THE MESS und vielen weiteren mit dem typisch metalligen „Kohlekeller“-Sound auszeichnet.

Der Longplayer hat mit seinen zehn Songs eine Gesamtspielzeit von etwa 37 Minuten.
Dabei ist die LP ein in sich schlüssiger Ablauf, beginnend mit dem auffordernden Intro „Wake Up“.
Zunächst erzählen SERAPHIM FALLS davon, wie man sich in verschiedenen Lebenssituationen fühlt, lebt, wie man damit umgehen kann oder sich vor allem versteckt.
Mit dem Interlude „Rise“ kommt ein Wandel. Dabei scheint der Erzähler endlich Möglichkeiten zu finden um nicht unterzugehen, um weiter zu kämpfen und aufzustehen, egal wie schwierig die Umstände auch zunächst scheinen.
Mit „Fade Away“ erkennt der Hörer, dass man auch einmal loslassen muss um zu wachsen, dass das Leben eben immer weitergeht.
Somit ist das Album für den Zuhörer nicht nur eine musikalische sondern auch eine sinngemäße Reise.

Mit
„Wake Up And Rise“ haben SERAPHIM FALLS ein abwechslungsreiches Hörerlebnis geschaffen, und zwar in allen Aspekten.
So ist das Album ein Auf und Ab der verschiedensten Emotionen.
Melodische Gitarren schweben über galoppierenden Rhythmusgruppen während sich fiese Shouts mit emotionalen Cleans abwechseln.
Dabei variieren die Tempi zwischen langsam, schnell, sehr schnell und sehr sehr schnell- also der Hörer wird im einen Moment regelrecht durch die Songpassage getrieben und scheint im nächsten Moment regelrecht auf der Melodie zu schweben bevor wieder prügelnde Drums das Ganze unterbrechen.

Auch melodisch hat
„Wake Up And Rise“ einiges zu bieten. Mal ertönen Melodien aus 1000 und 1 Nacht, mal heroische, mal melancholische oder nostalgische aber auch fröhliche sowie wütende Gitarrenmelodien.
Die leicht rauen, superschönen Cleans überzeugen durch Volumen und Emotionalität während fiese und kraftvolle Shouts, mal hoch, mal tief, für die aggressive Komponente sorgen.
Schnelle, melodische Gitarrenriffs, mal gedoppelte Soli, mal absolut unterschiedliche Gitarrenmelodien die in verrückter Art und Weise perfekt zusammenpassen, mal prügelnde,  mal galoppierende Rhythmusgruppen – hier findet man alles, was das Metalherz begehrt.
Auch mit Breakdowns, Gangshouts  und Mitsingparts wird bei SERAPHIM FALLS nicht gegeizt.

Die Jungs machen absolut klassischen Metalcore, wie er im Buche steht.
Mit gewohnter Härte, Rhythmik, Breakdowns, Melodik  und allem was dazu gehört.
Dabei sind Einflüsse von Bands wie AS I LAY DYING oder KILLSWITCH ENGAGE zu erkennen.
Eben diesen Fans ist
„Wake Up And Rise“ von SERAPHIM FALLS sehr ans Herz zu legen.
Aber von meiner Seite aus ist das Album nicht nur ein Geheimtipp für Freunde des klassischen Metalcore.

Autor

Bild Autor

Janis

Autoren Bio

angehende Bandmanagerin, Studium Musikwissenschaften

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