Plattenkritik

STEAK NUMBER EIGHT - Kosmokoma

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Info

Release Date: 20.11.2015
Datum Review: 22.12.2015
Format: CD Vinyl

Tracklist

 

01. Return Of The Kolomon
02. Your Soul Deserves To Die Twice
03. Principal Features Of The Cult
04. Gravity Giants
05. Charades
06. Knows Sees Tells All
07. Claw It In Your Eyes
08. It Might Be The Lights
09. Cheating The Gallows
10. Future Sky Batteries
11. Space Punch

Band Mitglieder

 

Brent Vanneste – vocals / guitars
Cis Deman – guitars
Jesse Surmont – bass guitar
Joris Casier – drums

STEAK NUMBER EIGHT - Kosmokoma

 

 

Während die meisten jungen Bands in ihren Anfängen in der Nachahmung ihrer musikalischen Vorbilder die Orientierung suchen, gibt es aber auch die Sorte von Bands, die mit so viel Talent gesegnet sind, dass sie von Beginn an ihre eigenen Wege einschlagen. Die Belgier von STEAK NUMBER EIGHT gehören definitiv zu der gesegneten Spezies.

 

Nachdem das noch recht junge Quartett dem geneigten Prog Metalfan vor gut zwei Jahren auch hier zu Lande mit seinem zweiten Album „Hutch“ begeistern konnte, legen sie nun mit ihrem neuen Album eindrucksvoll nach. „Kosmokoma“ ist eine bunte, kosmische Wundertüte an virtuosen Klangreisen. Obwohl sich der Einstieg in das elf Song starke Album wie ein wirrer Kometenabsturz generiert, fällt es dem geübten Proghörer nicht sonderlich schwer, in die Klangwelt von STEAK NUMBER EIGHT hinein zu finden. Dennoch fordert jeder einzelne Song zu jeder Zeit seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Belohnt werden diese Mühen mit großartigen Nummern. Wenn STEAK NUMBER EIGHT weite und nach ISIS klingende Klangböden spannen, Muse-artige Melodien aus den Griffbrettern zaubern oder auch mal die derbe Sludgekeulen schwingen, wirkt es einzigartig und fesselnd. Dabei erinnern sie auch oft an die großartigen OCEANSIZE oder DIORAMIC. Die variable Stimme von Brent Vanneste nimmt sich das an Platz, was nötig ist, um dem Song in eine Geschichte zu hüllen, ohne dabei zu sehr im Vordergrund zu stehen.

Damit „Kosmokoma“ zum Schluss auch mit dem Klang veredelt wurde, den er verdient und am authentischsten wirken lässt, wurde kein geringerer als der dreifache Grammy Gewinner David Bottrill mit dem Mix beauftragt, der in der Vergangenheit seine Fähigkeiten bereits für Bands wie Tool (Aenima & Lateralus) oder Muse (Origin of Symmetry) zum Einsatz brachte.

Im Grunde kann man vor STEAK NUMBER EIGHT seinen imaginären Hut ziehen. Was sie ihren jungen Jahren und vor allem mit ihrem dritten Album „Kosmokoma“ erschaffen haben, lässt sich nur schwer vergleichen oder in Worte fassen. Sicherlich ein Album, welches Zeit und Aufmerksamkeit fordert, aber das ist in diesem Genre ja keine Seltenheit.

 

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Mulder

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