Plattenkritik

Samael - Lux Mundi

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Release Date: 29.04.2011
Datum Review: 17.04.2011

Samael - Lux Mundi

 

„Licht der Welt“ - „Lux Mundi“ betiteln die Schweizer SAMAEL ihr neues Album. Ein doch recht positiver Titel für solch ein Werk, welches wieder eher schwarz und steril daherkommt als hell und weltoffen.
Zwölf Songs haben es auf „Lux Mundi“ geschafft. Von der übertriebenen Brutalität des Vorgängerexperiments „Above“ ist nicht mehr viel geblieben. Auch an die elektronisch angehauchten „Reign Of Light“ und „Solar Soul“ wird sich weniger angelehnt. SAMAEL gehen mit ihrem nunmehr zehnten Album in Richtung ihres Erfolgsalbums „Passage“ zurück, welches damals monumental, opulent und trotzdem tiefschwarz das Licht der Welt erblickt.
Die meisten Lieder auf „Passage“ waren im Midtempo und oft sehr hymnisch und getragen gehalten – genau diese alten Stärken haben SAMAEL auch hier fokussiert und ihr Songwriting sehr nach ihrer Großtat ausgerichtet.
Das bereits im Vorfeld als eine Art Compilation-EP vorgestellt „Antigod“, das stampfende „For A Thousand Years“ oder das groovige „Soul Invictus“ sind dafür als beste Beispiele des Albums genannt. Demgegenüber stehen mit „The Shadow Of The Sword“ oder dem grandiosen „In Gold We Trust“ und dem abschließenden Gewitter „The Truth“ nur drei Stücke bei denen SAMAEL das Gaspedal mal richtig durchdrücken. Natürlich dürfen auch auf allen Tracks die obligatorischen dunklen Keyboardteppiche nicht, welche die 90er Phase der Band so geprägt haben.
Insgesamt haben SAMAEL mit „Lux Mundi“ ein Werk erschaffen, welches als Zwilling zu „Passage“ gelten könnte. Alle Trademarks dieses Albums treffen auch auf das neuste zu. Jedoch sind sie nicht mehr so frisch, bahnbrechend und überraschend wie damals. Auch ist das Material insgesamt nicht so stark, gerade in der Mitte der CD sind mit „Shadow Of The Sword“ und „Pagan Trance“ Lieder vorhanden, die vom Level etwas abfallen. Im Gegensatz zu, im Endeffekt doch zu gewollt klingenden, „Above“ ist „Lux Mundi“ als positiver Schritt zu werten.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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