Plattenkritik

Sanitys Dawn - The EP years + Live Audio Terror

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Release Date: 01.03.2006
Datum Review: 03.06.2006

Sanitys Dawn - The EP years + Live Audio Terror

 

Ei der Daus! Sanitys Dawn, hauen oben genannte EP auf den Markt und ich möchte wetten, dass jeder Fan dieses Genres diesen Kauf auf gar keinen Fall missen möchte, denn die Schützlinge von Power It Up gehen hier gekonnt genüppelt zu Werke.

Neben neuen Promosongs, hauen die Jungs auch noch 21 Live-Mitschnitte vom „Giants Of Grind“ Festival 2004 auf ihre Promo, die nicht nur durch netten Sound überzeugen, sondern dem Hörer auch eine Vorstellung davon geben, dass die Vier Buben Micha (guitar, vox), Prändy (bass, vox), Holm (drums) und Topsy (vox) live nicht nur jede Nackenmuskulatur irreparabel schädigen, sondern auch einen irrsinnigen Spaßfaktor mit sich bringen, denn Sänger Topsy ist nicht nur ein begnadeter Sänger, sondern auch ein immens schneller variationsreicher Rülpser und erstaunt den Hörer bei dem Livesong „Ballgames with a torn off“ mit seinem Können.

Wie muss man sich nun Sanitys Dawn vorstellen? Hm…es ist lange her, dass ich mich solcher Musik beschäftigt habe, aber ich meine man kann definitive Vergleiche in Richtung frühe „Gorerotted“ und „Napalm Death“ ziehen. Grindcore, wie man ihn sich wünscht: Stumpf, ohne Melodien, schnell, dreckig und laut. Allerdings stört hier die Penetranz des Geholzes auch nicht weiter, denn sie versprühen in all ihrer Härte auch einen gewissen Charme. Um eine weitere Meinung einzuholen und das von jemanden, der seit rund 16 Jahren nichts anderes hört, begab ich mich zu meinem Couch-Kumpel, den wir hier „Kraut“ nennen wollen. Dieser war so begeistert, dass er seine Pizza anbrennen ließ, während Sänger Topsy live überlegt, ob man ihm gerade einen Schlüpfer oder ein Stirnabnd auf die Bühne geworfen hat. Kraut und ich kamen zu dem Entschluss, dass die Herren von S.D. sieben Skulls verdient haben und dass alleine für ihr musikalisches Krachgetrümmer, denn hätten wir hier Entertainment und (wir vermuten es und das auch nicht negativ) linke politische Gesinnung zu beurteilen, hätten man ihnen weitaus mehr geben müssen. Also: Du magst Grindcore? Dann geh und kauf dir diese 33 Stücke-EP, dit lohnt sich,wa!?



Tracklist

1. Slave
2. Kill you
3. Ugly white thrash
4. Suicide
5. Resist the resistance
6. Hate
7. Sewing lampshades (previously unreleased)
8. Blinddarm (´99)
9. Coil of boils
10. Maggotfarm
11. Patient auf toast
12. Ballgames with a torn off (live)
13. Chaos over me
14. Call the garbage collection
15. Loathing
16. Fuck the fucking nazi scum
17. Don´t think
18. Disclaim
19. Half a brain
20. Kurzzeitrevoluzzer
21. Feed up
22. Roter Fleck
23. Scheisse ist braun
24. Bitch
25. How to love
26. Backstabber
27. Scab
28. Fuck your sense of life
29. Act like me or die
30. Sick, sick, I´m so sick
31. Kein Spaß mehr
32. Plopsy´s difficult digestion
33. Looks like rancid juice

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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