Plattenkritik

Sarah Where Is My Tea - Desolate

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Release Date: 05.04.2011
Datum Review: 03.04.2011

Sarah Where Is My Tea - Desolate

 

In Anbetracht des Covers und der Bandfotos ist man zugegebenermaßen schon im Begriff die Band ungehört mit Missachtung zu strafen. Augenscheinlich erwartet den Hörer nämlich die nächste junge, schreiende Core Band mit Emo-Anleihen und, logisch, christlichem Hintergrund - sträflicherweise längst mit “Post-Hardcore” betitelt...

Es wäre jedoch ein Fehler SARAH WHERE IS MY TEA nicht zumindest einen Hördurchgang zu gestatten. Mit dem oben erwähnten Genre hat diese junge Band aus Moskau nämlich noch am wenigsten zu tun. Eher bedient man sich gekonnt und nicht ganz ohne Ohrwurm sehr brachial am melodischen Deathcore. Soll heissen, ein ums andere Mal mischen die Jungs temporeich BRING ME THE HORIZON (anno “Count Your Blessings”), THE ACACIA STRAIN und andere Slo-Mo-Mosh-Kapellen mit BORN OF OSIRIS und ähnlichen Freunden der Polyrhythmik und toppen das Ganze in den Moshparts mit der monströsen Durchschlagskraft des “Bloodlust” Albums von THROUGH THE EYES OF THE DEAD.

Zwischendurch scheinen noch in diversen melodischen Gitarren-Parts alte ALEXISONFIRE und ebenfalls alte THE BLED durch, z. B. beim Track und ersten Video “This Is Not Twilight”. Auf “Night Cruise On The Sea Of Thoughts” und dem quasi-Outro “Mistakes” wird es dann auch mal etwas ruhiger, hin und wieder gibt es auf dem Album Spoken Words-Passagen und/oder Shouts.
Clean-Parts steuert nur der Fronter einer befreundeten Band bei.

Das erste Full-Length hat durchaus seine Qualitäten und sollte ein gefundenes Fressen für Fans oben genannter Bands sein.

Tipps: Procrastination, Empty Promises, This Is Not Twilight, Mistakes.

01. Procrastination
02. Empty Promises
03. Who’s Your Daddy?
04. To Perform Last Spurt
05. Night Cruise On The Sea Of Thoughts
06. Show Your Teeth
07. This Is Not Twilight
08. Kind And Beautiful
09. Thanks
10. Mistakes

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Ian

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