Plattenkritik

Savatage - „Power Of The Night“, „Gutter Ballet“, „Fight For The Rock“, „Dead Winter Dead“

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Release Date: 01.04.2011
Datum Review: 22.08.2011

Savatage - „Power Of The Night“, „Gutter Ballet“, „Fight For The Rock“, „Dead Winter Dead“

 

SAVATAGE ware wohl Amerikas wichtigster Power-Metal Export. Mittlerweile seit gut vier Jahren aufgelöst, beschert uns ihr Label Wiederveröffentlichungen der alten Klassikeralben. Diese Runde sind „Power Of The Night“, „Gutter Ballet“, „Fight For The Rock“ und „Dead Winter Dead“ an der Reihe.
Bis auf das doch relative öde Frühwerk „Fight For The Rock“ sind dies nur Perlen aus SAVATAGEs Diskographie. Mit „Power Of The Night“ hatten die Amerikaner zum ersten Mal die Möglichkeit mit einem größeren Budget im Rücken eine Veröffentlichung zu begehen. Songs wie "Raise The Fist Of The Metal Child" oder "There’s A Light At The End Of The Hall" verdeutlichen, dass SAVATAGE schon früh in ihrer Karriere wussten wie man gute Songs schreibt. „Gutter Ballet“ ist mit ihrem Überwerk „Hall Of The Mountain King“ wohl das stärkste Album der vier Herren. Mit "When The Crowds Are Gone" befindet sich einer der Bandklassiker auf dem Album. In Sänger Jon Oliva Soloprogramm bildet dieser Song heute noch ein Highlight. „Dead Winter Dead“ ist ein Konzeptalbum über ein junges Liebespaar im Bosnien-Krieg. Das Album wurde nach dem tragischen Unfalltod von Christopher Oliva eingespielt. „Dead Winter Dead“ bildet den ersten Schritt der Band weg vom ursprünglichen Power-Metal hin zu opulenteren Arrangements des TRANS SIBIRIAN ORCHESTRAs. Die Leadvocals werden hier meist von Zachary Stevens übernommen. Großmeister Jon Oliva hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon überwiegend aus dem Vordergrund verabschiedet und übernahm nur noch die Keyboards und den unterstützenden Gesang.

Jeder der vier Wiederveröffentlichungen liegen zwei zusätzliche Stücke in Form von Live oder Akustikstücken bei. Außerdem hat Mastermind Jon Oliva zu jedem der Alben Liner Notes geschrieben, welche diese aufwerten und einen Anreiz bieten, weiter in die Geschichten der Alben einzutauchen.
Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass keines der Alben eine Überarbeitung des Soundbildes genossen hat. Das hätte man im Zuge dieses Re-Releases sicherlich noch bewerkstelligen können.
Es bleiben hier vier CDs, die alle einzeln im Laden erhältlich sind. Die schön gestalteten Digipacks ergeben mit den restlichen, kommenden, Veröffentlichungen ein schönes Backprint, wenn man sie nebeneinander ins Regal stellt.

Musikliebhaber, welche die Alben SAVATAGEs noch nicht ihr Eigen nennen, können hier bedenkenlos zuschlagen – noch dazu, weil es die Alben bei den einschlägigen Händlern für ne kleine Mark gibt. Für Sammler lohnen sich die neu aufgelegten CDs allein schon durch die hinzugefügten Liner Notes.

Alte Kommentare

von Clement 22.08.2011 11:27

wer SAVATAGE noch nicht kennt, könnte sich auch einmal das geniale live album "Ghost In The Ruins - A Tribute To Criss Oliva" anhören.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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