Plattenkritik

Saves The Day - Sound The Alarm

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 06.04.2006

Saves The Day - Sound The Alarm

 

Oh ja, SAVES THE DAY sind zurück. Keine Band hauchte damals den Emo-Zeitgeist intensiver als die Jungs aus New Jersey. Okay, da wäre noch DASHBOARD CONFESSIONAL aber darüber reden wir ein anderes Mal. 1999 infizierten SAVES THE DAY die Welt mit "Through Being Cool" und dem absolut prägnanten und extrem weinerlichen Gesang von Frontmann und Gitarrist Chris Conley. Zwei Jahre später war die Band auf ihrem absoluten Zenith angelangt und releasten das bis heute ungeschlagene "Stay What You Are". Es folgte der Höhenflug einer noch sehr jungen Band, die plötzlich von Major Labels umringt wurde und auch dort einen Vertrag unterzeichnete. Entsprechend selbstbewusst machte man sich an die Arbeit an einem neuen Album, man wollte die Weiterentwicklung und wollte sich als Musiker etablieren. Das Resultat war "In Reverie", eine Enttäuschung für die bestehenden Fans und gleichzeitig die Abkehr von den so beliebten Trademarks aus poppiger Emotionalität und catchy Hooks. Die ganze Geschichte erinnert ziemlich an THE JULIANA THEORY oder auch THE GET UP KIDS, die ebenfalls nach dem Ausbruch aus dem bestehenden Soundgewand ziemlich von den Fans abgestraft wurden. Ähnlich wie bei THE JULIANA THEORY wurde man vom Major gedroppt.

SAVES THE DAY versuchten sich in Wiedergutmachung, releasten ein paar B-Sites und brachten eine limitierte Tour EP mit Akustikversionen ihrer beliebtesten Songs raus. Letztendlich holten Vagrant Records die Jungs im Januar 2006 wieder in ihre gemütliche Indie-Stube. Hier ist also "Sound The Alarm" 5 Jahre nach dem grandiosen "Stay What You Are" und wie bereits im Vorfeld verkündet wurde ist auch hier eine klare Tendenz in Richtung der "Stay What You Are" Zeiten hörbar. Als weiteres klares Zeichen hierfür verpflichtete man Steve Evetts, den Produzenten mit dem man auch die frühen Erfolge feierte. Neu in der Band ist neben Drummer Pete Parada (FACE TO FACE) übrigens Bassist Manny Carrero, den man von GLASSJAW kennen sollte. SAVES THE DAY sind also wieder punkiger geworden und mit ordentlichem Arschtrittfaktor wird einem der Opener "Head For The Hills" entgegengeschmettert. Die Jungs klingen wieder richtig energetisch, ja der Sound explodiert förmlich in den eigenen vier Wänden. Natürlich kehrte man nicht bis in die frühen Anfänge und bis zum eingängigen Poppunk im Sinne von "Shoulder To The Wheel" zurück, obwohl ich mich zweifelsohne sehr darüber gefreut hätte. Besonders "Shattered" und "Dying Day" dürften mit ihren schmissigen Melodien Anklang finden. Auch die weiteren Albumtracks bestechen mit den teils morbiden Lyrics von Chris Conley und dem, ja wie soll ich es anders sagen, wieder entdeckten Emofaktor der die Hits schafft. SAVES THE DAY liefern mit "Sound The Alarm" im Prinzip das Album ab, welches man als "Stay What You Are" Nachfolger erwartet hätte - man befindet sich nicht komplett auf dem gleichen Niveau, kann jedoch die Fangemeinde begeistern, sehr schön.

Release:

1. Head For The Hills
2. The End
3. Shattered
4. Eulogy
5. Dying Day
6. 34
7. Say You'll Never Leave
8. Diseased
9. Don't Know Why
10. Sound The Alarm
11. Bones
12. Delusional
13. Hell Is Here

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Torben

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Allschools Chef

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